Pfarrer-Rug-Weg durch Köllertal und Saarkohlenwald


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 40 km
Gehzeit o. Pause: 9 Std. 59 Min.
Höhenmeter ca. ↑982m  ↓982m
Pfarrer-Rug-Weg (Saarland)

Wir starten die Wanderung auf dem Pfarrer-Rug-Weg an der Martinskirche im Püttlinger Stadtteil Kölln. Die Martinskirche gehört zu den ältesten Kirchen im Saarland. Ihre Wurzeln lassen sich zurückverfolgen bis ins 8. Jahrhundert.

Die Martinskirche ist eine der wenigen erhalten spätgotischen Dorfkirchen. Hier wurde Karl Ludwig Rug 1928 zum Pfarrer gewählt. Pfarrer Rug machte sich verdient um die Heimatgeschichte und wurde später gar zum Professor ehrenhalber ernannt. Direkt an der Kirche wurde zum Gedenken der kleine Pfarrer-Rug-Park angelegt.

Wir wandern in nördliche Richtung über Rittenhofen nach Herchenbach und kommen dann nach Walpershofen. Hier kreuzen wir den Köllerbach und wandern weiter nach Stumpen und Hilschbach, beides Ortsteile der Gemeinde Riegelsberg.

Wir wandern nun nach Bieschied und halten uns dann östlich zur Autobahn A 1. Nachdem diese hinter uns liegt, sind wir im eigentlichen Saarkohlenwald unterwegs. Wir folgen dem Netzbachtal, das zum Waldschutzgebiet Steinbachtal-Netzbachtal zählt und kommen dann zur Neuhäuser Höhe (351m).

Auf der Neuhäuser Höhe steht das Forsthaus Neuhaus. Die Geschichte vom Forsthaus Neuhaus reicht bis in 12. Jahrhundert zurück. Damals sollen die Grafen von Nassau-Saarbrücken hier eine Waldburg begründet haben. Der Standort wurde später zu einem Jagdschloss umgewidmet und dann im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Im 18. Jahrhundert neu errichtet, kam Areal später an die Forstverwaltung.

Heutiges Zentrum der Anlage ist die Scheune Neuhaus, in der ein Zentrum für Waldkultur eingerichtet wurde. Hier gibt es Ausstellungen und ein Arbeitsschwerpunkt liegt klar auf dem Projekt „Urwald vor den Toren der Stadt“, das 1997 begonnen und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert wurde. Auf einer Fläche von ca. 1000 Hektar wird seit dieser Zeit auf jede forstwirtschaftliche Betätigung und auf landschaftspflegerische Maßnahmen verzichtet.

Wir wandern weiter nach Süden, passieren den Gouvysweiher, kommen an einigen Felsformationen vorbei und treffen dann erneut auf die Autobahn. Wenn die hinter uns liegt erreichen wir die Bergarbeitersiedlung Von der Heydt, die heute zu Saarbrücken gehört.

Von Von der Heydt aus wandert man zum ehemaligen Absinkweiher Frommersbachtal und zum Püttlinger Stadtteil Ritterstraße. Es geht zur kleinen Marienkapelle und dann zum Wildpark Völklingen, bevor wir uns durch Püttlingen wieder zurück nach Kölln begeben.

Bildnachweis: Von LoKiLeCh [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Vgwort