Riegelsberg

Als Riegelsberg kannte man seit langer Zeit die Anhöhe westlich der Landstraße von Saarbrücken nach Trier. Auf dieser Anhöhe wurde 1934 der Hindenburgturm zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkriegs eingeweiht.

Der Hindenburgturm steht südlich des Rathauses von Riegelsberg an der Wolfskaulstraße. Der dreigeschossige und 15m hohe Turm wurde als Klinkerbau mit einer Ehrenhalle ausgeführt. In dieser ist ein Soldatenstandbild. 222 Namen von Gefallenen aus den einstigen Gemeinden Güchenbach, Hilschbach und Überhofen erinnern an sie. Der Hindenburgturm steht als Mahnmal gegen Krieg. Um den Turm herum ist ein kleiner Park. Wer den Turm besichtigen möchte, muss sich vorher im Rathaus den Schlüssel holen.

Fünf Jahre nach Einweihung des Hindenburgturms schlossen sich die bis dahin selbstständigen Orte Güchenbach, Hilschbach und Überhofen zur neuen Gemeinde Riegelsberg zusammen. Ein Wahrzeichen von Riegelsberg, das seiner Tradition ein Denkmal gesetzt hat, ist der Turm am Bauer-Kreisel, der 2011 auch ins Logo der Gemeinde integriert wurde. Das nachts illuminierte Denkmal steht auf dem Kreisel, den man durchfährt, wenn man von der A 1 nach Riegelsberg hinein fährt. Der Turm mit Durchblick besteht aus drei Würfelelementen mit jeweils 4m Kantenlänge. In die lichten Würfel wurden Relikte des Bergbaus inszeniert, die teilweise zu schweben scheinen.

In Riegelsberg hat der Trierer Dombaumeister Reinhold Wirtz zusammen mit Regierungsbaurat Eduard Heldberg die Pläne für die evangelische Kirche abgeliefert. Die Kirche entstand 1886-89 im Stil der Neugotik. Auf einem Grundriss eines lateinischen Kreuzes sind Lang- und Querhaus mit Chor sowie der Turm mit Spitzhelm zu sehen. Fünf Fenster der evangelischen Kirche wurden vom Glasmaler György Lehoczky gestaltet und stammen aus den Jahren 1962-63.

Begibt man sich von hier aus weiter in nördliche Richtung kommt man zum Gotteshaus der Katholiken. Die Pfarrkirche St. Josef in Güchenbach zwischen Saarbrücker Straße und Kirchstraße wurde ohne Baugenehmigung ab dem Jahr 1868 erbaut und 1880 abgeschlossen. Turm, Querhaus und Chor sind sichtbar aufwändiger gestaltet, als das verputzte Langhaus. Seit 1946 ist die Kirche auch Wallfahrtskirche. Die Wallfahrer zieht es zu einer Kopie der Schwarzen Madonna von Altötting, die im Marienaltar der Kirche aufgestellt ist.

In der Nähe steht in der Saarbrücker Straße das St. Josef Haus, das vor Ort auch Kloster genannt wird. Der zweigeschossige Bau mit sechs Achsen zeigt zur Straßenseite rote Sandsteinquader. Der Rest ist verputzt. Man sieht Segmentbogenfenster in Sandsteinlaibungen. Auffallend ist der Zwerchgiebel unter dem die Figur des heiligen Josef steht.

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