Olef (Schleiden)

Olef am gleichnamigen Fluss glänzt durch seinen hübschen Ortskern und ist ein sehenswerter Haltepunkt der Oleftalbahn, einer Museumsbahn, die hier mitten durch den Ort führt. Und mitten durch den Ort heißt mitten durch den Ort: Die Bahn fährt über den Olefer Dorfplatz und wenn sie eintuckert, muss ein Rangierer mit Warnflagge vorausgehen.

Die katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist ist eine zweischiffige spätgotische Hallenkirche und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Aus dieser Zeit ist der Westturm erhalten. Man beachte auch die schweren gotischen Türen aus dem 15. Jahrhundert mit den Beschlägen. Die Muttergottes stammt aus der Zeit um 1480. Sehr sehenswert und effektvoll ist der Doppelaltar aus dem Jahr 1726. Zum Kirchenensemble zählt ein Pfarrhof aus dem Jahr 1880. Die ebenfalls die Ostseite des Dorfplatzes eingrenzende alte Schule wurde 1840 gebaut.

Der historische Ortskern von Olef zeigt sich in einem geschlossenen Bild wie anno dazumal. Die gut erhaltenen Fachwerkgebäude des Dreiecksplatzes wurde nach einer Feuersbrunst im Jahr 1697 gebaut und zeigen sich in geschlossenen Hauszeilen. Kein Wunder, dass Olef in die Liste historischer Ortskerne in Nordrhein-Westfalen aufgenommen wurde.

Modern kommt dagegen der Beuchet-Stuhl daher, der auf dem Dorfplatz aufgestellt ist. Der rote Stuhl ermöglicht eine optische Täuschung, sofern man drei Personen zur Hand hat... da können aus Erwachsenen Zwerge und aus Kindern Riesen werden.

Der schmucke Ort Olef wird durchflossen von einem schmucken Flüsschen, der Olef. Die Olef entspringt im Zitterwald und fließt durch den Hellenthaler Wald, wo sie zur Oleftalsperre gestaut wird. Dann geht es über Schleiden nordwärts, bevor die Olef dann nach 28km in Gemünd in die Urft mündet.