Oberpierscheid

Das Eifeldorf Oberpierscheid liegt auf einer Hochfläche im Übergang vom Islek ins Bitburger Gutland. Fast 60% des Gemeindegebiets sind bewaldet. Zur Ortsgemeinde zählt auch die Wohnlage Merkeshausen im Prümtal. Merkeshausen erlebte 1760 die Gründung eines Eisenhüttenwerkes, das wegen des Bedarfs an Arbeitern zur Gründung des Ortes Phillipsweiler führte.

Die Eisenverhüttung wurde 1872 eingestellt, aber noch heute erinnern viele Meilerstellen an die Holzkohlegewinnung für die Eisenschmelze. 1892-93 entstand hier Schloss Merkeshausen als Jagdschloss. 1933 wurde Schloss Merkeshausen an die Bitburger Brauerei verkauft.

Den Dorfmittelpunkt in Oberpierscheid bildet die katholische Filialkirche St. Simeon, die 1408 erstmals Erwähnung findet. Im Zentrum des Hochaltars ist ein Gemälde zu sehen, das den heiligen Simeon von Trier vor der Porta Nigra zeigt. Dort hatte Simeon seine letzten fünf Lebensjahre eingemauert in einer Zelle verbracht, um ungestört beten zu können.