Oberhausener Rundwanderweg (Ruhrgebiet)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 59 km
Gehzeit o. Pause: 12 Std. 29 Min.
Höhenmeter ca. ↑341m  ↓346m
Rundwanderweg Oberhausen

Oberhausen ist eines der Herzen des Ruhrgebiets. Man nennt die 210.000-Einwohner-Stadt auch Wiege der Ruhrindustrie, weil in Oberhausen 1758 mit der Eisenhütte St. Antony der erste Hüttenbetrieb im Land zwischen Ruhr und Lippe entstand. Der Oberhausener Rundwanderweg ist eine schöne Runde entlang der Stadtgrenzen mit vielen Sehenswürdigkeiten und Zeugnissen der Geschichte des Ruhrgebiets, einst dem industriellen Zentrums Europas.

Der Oberhausener Rundwanderweg startet am Hauptbahnhof Oberhausen. Der wird u.a. von den S-Bahn-Linien 2 (Dortmund-Gelsenkirchen-Duisburg) und 3 (Oberhausen-Essen-Hattingen), dem Rhein-Emscher-Express von Hamm über Dortmund und Essen nach Oberhausen) und dem Rhein-Express (von Koblenz über Bonn, Köln und Düsseldorf nach Emmerich) angefahren. Man kommt also auch ohne Auto gut nach Oberhausen.

Vorbei an der Villa Concordia, einem 1897 erbauten Herrenhaus für den Direktor der Zeche Concordia, dem Grillopark am Rathaus Oberhausen, der Luise-Albertz-Halle und der evangelischen Christuskirche kommt man zum Friedensplatz, einem parkartig gestalteten Platz mit langgestreckten Wasserbecken. Wenig später erreicht man den Altmarkt, den zentralen Platz von Oberhausen mit einer klassizistischen Säule, auf der vergoldet die Siegesgöttin Nike thront.

Am Südende von Oberhausen wandert man durch den 15ha großen Ruhrpark, der im Stil eines Englischen Gartens angelegt ist und an den Ruhrdeich grenzt. Man folgt ein wenig der Ruhr, passiert dann die Autobahn A 3 und stößt wenig weiter auf den Rhein-Herne-Kanal, dem man bis zum Haus Temminghoven folgt, einer Hofanlage, die an Stelle der im Krieg zerstörten Wasserburg errichtet wurde.

Man passiert im weiteren Verlauf die Kleine Emscher und trifft dann auf die Emscher, einen 83km langen Zufluss des Rheins. Dem folgt man abwärts nach Holten, dem westlichsten Punkt der Rundwanderung. Von hier geht es weiter über Schmachtendorf und Sterkrade in den Hiesfelder Wald, das größte Waldnaturschutzgebiet im städtisch geprägten Ruhrgebiet.

Ab jetzt wandert man südwärts. Linkerhand erhebt sich die Halde Haniel. Man passiert den Golfplatz auf der ehemaligen Zeche Jacobi und erreicht schließlich den Revierpark Vonderort, der 1974 als dritter von fünf Revierparks im Ruhrgebiet eröffnet wurde. Der 32ha große Revierpark Vonderort bietet verschiedene Freizeitangebote. Im Südteil liegt ein schöner Paddel- und Tretbootteich.

Nachdem man die Schienen hinter sich gelassen hat, kommt man durch die Arminstraße zur Burg Vondern, die erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt wurde. Das barocke zweiflüglige Haupthaus wurde in seiner heutigen Form im 17. Jahrhundert errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Burg Vondern an die Stadt Oberhausen, die das Anwesen heute als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum nutzt.

Jenseits der Autobahn A 42 passiert man erneut die Emscher und den Rhein-Herne-Kanal und kommt zum Haus Ripshorst, einem historischen Gutshof, der heute u.a. als Informationszentrum für den Emscher Landschaftspark genutzt wird.

Vorbei am Gleispark Frintrop, einem renaturierten Bahngelände, geht es südwärts nach Dümpten und schließlich wieder zurück nach Styrum.


Bildnachweis (attribution,via Wikimedia Commons): 1 by Raimond Spekking [CC-BY-SA-3.0; 2 by JuergenG [CC-BY-SA-3.0]; 3-5 by Gutleben [CC-BY-SA-3.0]; 6,8 by Frank Vincentz [CC-BY-SA-3.0]; 7 by Tuxyso [CC-BY-SA-3.0]

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