Niederwalgern

Man mag es kaum glauben, aber früher war Niederwalgern – etwa auf halber Strecke zwischen Fronhausen und Niederweimar im Marburger Lahntal gelegen – ein richtiger Eisenbahnknotenpunkt. Hier macht zum einen die Rhein-Weser-Bahn von Frankfurt am Main nach Kassel halt. Bis 1995 war Niederwalgern aber auch Startpunkt der Aar-Salzböde-Bahn, die durchs Gladenbacher Bergland nach Herborn führte.

Das Bahnhofsgebäude, ein großer Klinkerbau, wurde 1850 zusammen mit der Rhein-Weser-Bahn eröffnet und steht heute - schon leicht mitgenommen - unter Denkmalschutz.

Älter als der Bahnhof ist die Alte Schule in Niederwalgern. Der Fachwerkbau entstand 1782 und wurde 2001 im Rahmen der Dorferneuerung gründlich restauriert. Heute steht die Alte Schule Niederwalgern dem Geschichtsverein zur Verfügung, der die Räumlichkeiten auch als Ausstellungsfläche für die Ortsgeschichte nutzt.

Noch einmal ein gutes Stück älter ist die Geschichte der Kirche in Niederwalgern, die als Wehrkirche bereits 1235 urkundlich erwähnt wird. Noch heute ist die kleine Kirche in Blickfang im Ort.

An der Straße nach Roth liegen linkerhand zwei kleine Weiher. Sie gehören zum Vogelbeobachtungsgebiet Baggerteiche Niederweimar und Niederwalgern. Die Uferbereiche sind offen oder mit Rohrkolben und Weidengebüschen bewachsen und bieten zahlreichen Vögeln eine Heimat bzw. einen Rastplatz. So wurden hier schon Fischadler, Kornweihe, Nilgans und Pfeifenten gesichtet.

Regionaler Bezug:

Hessen Marburger Bergland Oberhessen Landkreis Marburg-Biedenkopf Weimar (Lahn) Marburger Lahntal