Niederhelden

Im unteren Repetal liegt das Golddorf Niederhelden. Der kleine Ortsteil von Attendorn mit seinen nur etwas über 300 Einwohnern wurde 2010 zum wiederholten Male mit der Goldplakette des Wettbewerbs Unser Dorf hat Zukunft ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhielten nur acht der insgesamt 3.300 Teilnehmer und Niederhelden als einziger Mitstreiter aus Nordrhein-Westfalen. Deshalb darf man sich in Niederhelden mit guten Gründen als das schönste Dorf im Lande fühlen.

Diese von Ministerin Ilse Aigner überreichte Siegesauszeichnung und zahlreiche Silberplaketten aus der Vergangenheit werden in der kleinen Dorfkapelle Niederhelden ausgestellt. Die Kapelle stammt übrigens aus dem Jahr 1947, doch schon für das 14. Jahrhundert ist eine Kapelle an diesem Standort bezeugt. Die Kapelle ist dem heiligen Sebastian geweiht. Am Kirchweg nach Helden hinüber steht übrigens auch noch ein kleines Heiligenhäuschen, das zur Kapelle gehört.

Wie es die Goldauszeichnung vermuten lässt, ist Niederhelden ein Dorf mit vielen liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern, das allemal einen Spaziergang wert ist. Zwischen Helden und Niederhelden betreibt der Golfclub Repetal einen 18-Lochplatz für Mitglieder und einen öffentlichen 6-Loch-Platz für jedermann.

Weiter nördlich am Unterlauf der Repe, die hier ans Bilsteiner Bergland stößt, ragt rund 60m hoch der steile Bergsporn Breiter Hagen hervor. Hier oben thronte einst Burg Borghausen und überschaute von dieser gut zu verteidigenden Position aus die Mündung der Repe in die Lenne. Entstanden ist sie wohl im 14. Jahrhundert, wechselte im Lauf der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer und gehört heute der Familie von Plettenberg.

Aus der ehemals stattlichen Burg Borghausen ist inzwischen eine weitestgehend verfallene Ruine geworden. Dazu trugen unter anderem die Bewohner der umliegenden Ortschaften bei, die das verlassene Gebäude als Steinbruch nutzten und so zu seinem weiteren Verfall beitrugen. Heute sind nur noch einige Mauerreste, der Burghügel und der Halsgraben zu erkennen.