Merzkirchen

Merzkirchen liegt südlich von Saarburg an der Viezstraße, einer neu eingerichteten Ferienstraße, die sich dem Viez – einem ortstypischen Apfelwein – widmet und von Konz bis nach Wallerfangen im Saarland führt.

Eine weitere Fernroute führt ebenfalls durch Merzkirchen und vorbei an der Martinskirche: der Jakobsweg. Die Martinskirche hat dem Ort Merzkirchen seinen Namen gegeben. Vorhergehende Bezeichnungen waren Martinskirchen und Merteskirchen. Die Dorfkirche St. Martin wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut, mit einem westlich vor der Giebelwand befindlichen Turm. Die geostete Kirche im Stil der Neogotik entstand an der Stelle eines romanischen Vorgängerbaus.

Sehr viel älter ist die bauliche Substanz der Kapelle St. Barbara und St. Blasius. In dem einfachen Kapellchen aus dem Jahr 1732 sind Mauerreste aus dem 8./9. Jahrhundert im Ostchor und an der Südwand. Unter dem Boden sind zum Teil Frankengräber. Die Kapelle steht auf einem ehemaligen Burgareal. Von der einstigen Burg und dem Hofgut ist oberirdisch nichts mehr zu sehen.

Eine ähnlich alte Kirche hat Porz. Die Filialkirche St. Sebastian ist ein barocker Saalbau mit Dachreiter aus dem Jahr 1739. Umgeben ist die Kirche von der Denkmalzone des historischen Ortskerns von Porz, die sich auf die Straße Im Dorf 15-26 bezieht. Hier stehen einige Streckhöfe aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Brunnen und Gartenanlagen unterstreichen das Flair.

Am Osthang des Saargaus liegt das Straßendorf Körrig mit der katholischen Kapelle St. Lukas und St. Arnold aus dem 17. Jahrhundert. Körrig wurde bereits 633 urkundlich erwähnt und man geht davon aus, dass es auch schon recht früh eine Kirche im Dorf gegeben hat. In der jetzt sichtbaren Kirche sind drei Stilepochen verbaut. Der Turm der Kapelle ist aus dem 12. Jahrhundert und romanischen Ursprungs. Der Kirchenraum ist gotisch (17. Jahrhundert) und es finden sich barocke Elemente.

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