Maroth

Maroth am Westrand des Oberen Westerwalds ist seit alters her Grenzort. Der durchfließende Grenzbach trennte früher das Königreich Preußen vom Herzogtum Nassau, heute ist er Grenze zwischen dem Westerwaldkreis und dem Landkreis Neuwied.

Der Grenzbach speist den Waldsee, der 1971 nach Errichtung eines künstlichen Damms quer durch das Wiesental geflutet worden ist. Der Waldsee hat eine Fläche von 10ha und erstreckt sich über eine Länge von 600m. Am Ostufer des Waldsees wurde ein Campingplatz mit Badesteg eingerichtet. Auch die Zulassung für verschiedene Wassersportarten und den Fischereibetrieb erfolgte, so dass der Waldsee heute im Sommer mehr Besucher hat, als Maroth an Einwohnern zählt. Der Waldsee ist neben der Klingelwiese, der Krombachtalsperre und dem Postweiher der vierte ausgewiesene Badesee im rheinland-pfälzischen Teil des Westerwalds.

Im Ortszentrum bietet die Alte Schule als Dorfgemeinschaftshaus Platz für Veranstaltungen. Die alte Schulglocke ist seit 1976 wieder in Betrieb und wird auch zu Trauerfällen geläutet, da es in Maroth keine Kapelle gibt.