Müs

Südlich von Bad Salzschlirf liegt im Tal der Altefeld der kleine Ort Müs, der zur Gemeinde Großenlüder zählt. Im Westen erhebt sich der Wernersberg (420m), im Süden der Atzmannstein (413m) und nach Osten schlängelt sich das Tal der Lüder, einem 36km langen Zufluss der Fulda, der im Oberwald entspringt und bei Lüdermünd in der Fulda augeht.

In Müs gibt es nicht eine gar nicht so kleine Kirche, die 1903-06 erbaute katholische St. Antonius Kirche. Auch eine eigene kleine Burg nennt der Ort sein eigen. Burg Müs soll bereits im 10. Jahrhundert entstanden und Ende des 15. Jahrhunderts zerstört worden sein. Auf den Grundmauern wurde ein schlichtes Wohnschloss aufgesetzt, das heute noch existiert.

Geht man von Müs ostwärts Richtung Großenlüder kommt man ins Naturschutzgebiet Kalkberge bei Großenlüder. Auf einer Fläche von 53ha findet sich die trockenste Magerrasenfläche Hessens. Die stark gefährdeten Halbtrockenrasenflächen mit teilweisem Übergang zu echtem Volltrockenrasen bilden den Lebensraum vieler bedrohter Tier- und Pflanzenarten. Das Gebiet ist teilweise eingezäunt und mit amtlichen Schildern gekennzeichnet.

Oberhalb des Naturschutzgebiets erhebt sich weithin sichtbar die kleine Langenbergkapelle. Die Langenbergkapelle wurde 1682 auf dem Fundament einer älteren Kapelle zu Ehren der vierzehn Nothelfer errichtet. Der schlichte Rechteckbau hat zwei Fensterachsen, einen dreiseitigen Chor mit spitzbogigen Öffnungen, einen schlanken Dachreiter mit barocker Haube und eine kleinen Glocke. Von der Langenbergkapelle hat man einen sehr guten Blick auf Großenlüder und weit hinein in die Rhön.