Langenhain-Ziegenberg

Westlich von Ober-Mörlen im Übergang zum Hochtaunus liegt der Ortsteil Langenhain-Ziegenberg auf ehemaligem Limes-Gebiet. Der 2005 als UNESCO-Weltkulturerbe geschützte Schutzwall des Römischen Reichs wurde hier durch das Kastell Langenhain bewacht, das sich östlich des Ortskerns befand, von dem heute aber nichts mehr zu sehen ist. Südlich von Langenhain-Ziegenberg erinnert heute ein nachgebauter Römerturm auf dem Gaulskopf (397m) an den Limesverlauf.

In der Nachbarschaft zum Gaulskopf erheben sich der Steinkopf (518m) und der Winterstein (482m). Man merkt an den Höhen, das man langsam in den Taunus kommt. Wer noch höher hinaus will, klettert auf den 17m hohen Aussichtsturm Winterstein, von dem man einen guten Blick in den Taunus, über die Wetterau und bis zum Vogelsberg genießt.

Erhalten ist dagegen in sehr gutem Zustand die evangelische Kirche, die als Wehrkirche errichtet und 1630 dann zu einer Saalkirche erweitert wurde. Die evangelische Kirche Langenhain liegt auf einer Anhöhe im Ortszentrum, mit dem Pfarrhaus gegenüber und dem Friedhof anliegend. Aus dem ehemals runden Turm wurde ein achteckiger mit Spitzhelm und vier Wichhäuschen, vermutlich entstanden zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Ein noch älterer Zeitzeuge stellt das Taufbecken aus Lungstein dar, es wurde auf die Zeit um 1200 datiert.

Überregionale Bekanntheit hat das Schloss Ziegenberg erlangt, das in seiner wechselvollen Geschichte Teil des Führerhauptquartiers Adlerhorst gewesen ist und im März 1945 zum militärischen Ziel der Alliierten wurde. Das Schloss wurde wieder aufgebaut und beherbergt heute Eigentumswohnungen. Nahe des Schlosses befindet sich ein Relikt der Liebe von Christoph von Diede, der damit seine innige Verbundenheit zu Gattin und Schwester in einem Denkmal zeigt – aufgrund einer Idee des ihn in der Gartengestaltung unterstützenden Johann Wolfgang von Goethe.