Löwenpfad Filsursprung-Runde bei Wiesensteig


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Wegweiser
Länge: 14.2km
Gehzeit: 03:49h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
Downloads: 78
Höhenprofil und Infos

Die 63km lange Fils entspringt im naturnah gebliebenen Hasental, rund 2km südwestlich der Stadt Wiesensteig auf der Schwäbischen Alb. Im Zentrum der Wanderung ist diese Karstquelle, der Filsursprung.

Wir starten an der jungen Fils, westlich von Wiesensteig, am Parkplatz bei der Papiermühle am Ende der Helfensteinstraße. Durch Auenlandschaft und Hohlwege geht es auf die Albhochfläche. Beim Aufstieg kommen wir durch den Ziegelhof, queren eine Kreisstraße, treffen auf die L1200, die Neidlingen mit Wiesensteig verbindet. Waldrand einerseits und Felder mit Wiesen andererseits begleiten uns über die Aussicht am Knaupfelsen.

Wir wandern weiterhin in den höheren Lagen zum Hofgut Reußenstein, was uns schon anzeigt, dass wir gleich, nach insgesamt rund 5km, zur Burgruine Reußenstein gelangen. Die Burgruine hat sich zu einem beliebten Wanderziel gemausert und der Fels auf dem sie, ruinös, aber dennoch prägnant aufragt, fordert Kletterer heraus.

Die Burg Reußenstein ragt seit 1270 auf dem Felsenriff (760m) empor. Sie war eine Ministerialburg zur Kontrolle des Albaufstiegs aus dem Neidlinger Tal. Die Grafen von Helfenstein waren von Mitte 15.-16. Jahrhundert hier zugange, danach verfiel sie. Die Burg hatte eine Vor-, Unter- und Hauptburg. Man sieht einen Teil vom Bergfried, Palas, Brunnen, Mauerreste, Treppen und hat einen herrlichen Ausblick. 

Wir folgen dem Albtrauf, kommen an einer Grillstelle vorbei und durch märchenhaften Wald nebst malerischer Hohlwege. Am südlichen Zipfel der Runde, nach insgesamt etwa 10,3km, besteht die Möglichkeit zu den drei Höhlen Burkhardtshöhle, Steinernes Haus und Scherteleshöhle einen Ausflug zu unternehmen. Die Scherteleshöhle mit ihren Tropfsteinen ist 212m lang und wurde bereits 1902 als Schauhöhle geöffnet. Eine Höhlenführung dauert rund eine halbe Stunde und in der Scherteleshöhle hat es frische 9°C. 

Es geht durch den Wald ins Hasental zum Namensgeber des Löwenpfads: die Karstquelle Filsursprung. Dort hinzu gesellt sich später der Kleine Filsursprung und die Hasenquelle. Bei Plochingen mündet die Fils in den Neckar. Recht idyllisch geht es entlang der Fils bis zur Papiermühle zurück. Aus einer Mahlmühle an der Fils wurde 1699 eine Papierfabrikation. Bis 1999 wurde hier tatsächlich Pappe hergestellt. Die ehemalige Pappenfabrik Josef Lang gehört zur Industriekultur im Filstal.

Bildnachweis: Von Ustill [CC BY-SA 2.0 de] via Wikimedia Commons

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