Kronberg-Schönberg

Schönberg ist ein Stadtteil von Kronberg im Taunus und wird von der Kernstadt durch den Victoriapark getrennt. Der Park wurde angelegt, um ein Denkmal für den 99-Tage-Kaiser Friedrich III. stilvoll zu umsäumen. Das Denkmal wurde 1902 in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II. feierlich enthüllt.

Der ehemalige Kaiser-Friedrich-Denkmal-Park wurde 2001 zum 100. Todestag von Victoria Kaiserin Friedrich in Victoriapark umbenannt. Neben dem Denkmal gibt es mit dem Burger-Brunnen, dem Kannengießer-Tempel, dem Pfingstbörnchen und dem Schillerweiher mit Wasserspiel einiges zu sehen im Victoriapark.

Am Ende des Victoriaparks schließt sich Schloss Friedrichshof an. Es wurde 1889-94 als Witwensitz für Kaiserin Victoria im neugotischen Tudorstil gebaut. Hier lebte die verwitwete Kaiserin ihre letzten Jahre bis zum Tod 1901. Kaiserin Victoria vermachte den Friedrichshof ihrer jüngsten Tochter, der Landgräfin Margarethe von Hessen. Heute betreibt die Hessische Hausstiftung in Schloss Friedrichshof ein Luxushotel. Teile des Schlossparks werden vom Golf- und Landclub Kronberg für ihren 18-Loch-Platz genutzt.

Die passionierte Hobby-Malerin Kaiserin Victoria fühlte sich in Schloss Friedrichshof u.a. deshalb so wohl, weil Kronberg seit Mitte des 19. Jahrhunderts Standort der Kronberger Malerkolonie war. 1858 Gegründet durch Anton Burger und Jakob Fürchtegott Dielmann zeichnete sich die Kronberger Malerkolonie durch einen dauerhaften und fast familiären Zusammenhalt der hier arbeitenden Künstler aus. Im Museum in der Streitkirche in Kronberg zeigt eine Ausstellung Wissenswertes zur Kronberger Malerkolonie.

Oberhalb von Schloss Friedrichshof liegt am Südhang des Bürgel (446m) der Victoriatempel. Dieser Aussichtspavillon wurde wie Schloss Friedrichshof Ende des 19. Jahrhunderts für Kaiserin Victoria errichtet, um den schönen Ausblick auf die Rhein-Main-Ebene und bis hinein in den Odenwald stilvoll zu genießen. Im Victoriatempel sind Holzschnitzereien der umlegenden historischen Stätten im Taunus angebracht, z.B. Saalburg, Feldberg, Altkönig, Burg Königstein und die Kronthaler Quellen.

In Schönberg selbst erhebt sich die katholische Kirche St. Alban, deren Kirchturm stolze 38m misst. Die Kirche wurde zur Blütezeit des Hochbarock 1763-66 erbaut und weist eine prachtvolle Stuckdecke auf. Aus dem Besitz der Kaiserin Victoria erhielt die Kirche den Marienaltar, der früher die Burgkapelle zierte. 1910 wurde von der Pfarrgemeinde Kronberg die Pieta erworben: ein Kunstwerk aus Lindenholz, das dem 17. Jahrhundert zugeschrieben wird.

Im Schönberg entsteht durch den Zusammenfluss von Winkelbach und Schönberger Bach der Westerbach, der südwärts zur Nidda entwässert, die er nach etwa 11km im Frankfurter Stadtteil Rödelheim erreicht.

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