Konzen (Monschau)

Konzen liegt nördlich von Monschau am Laufenbach, der zwischen den Orten den Troisdorfer Weiher bildet. Von Monschau aus gewandert kommt man an Mühlen am laufenden Bach vorbei. Zunächst die Senfmühle in Monschau, dann die Blumenauer Mühle und die Rochusmühle, die beide in Privatbesitz sind.

Konzen ist die älteste Siedlung der Region und wurde bereits 888 erwähnt. Auf einem Dorfrundgang findet man einige historische Zeugnisse. Am besten man beginnt auf dem Parkplatz bei der katholischen Pfarrkirche St. Peter. Sie geht auf eine 1160 erbaute dreischiffige romanische Säulenbasilika zurück. Das Turmuntergeschoss stammt noch aus dieser Zeit. Aus dem 16. Jahrhundert sind einige Mauern aus der Zeit der Spätgotik.

Die sogenannte Mutterkirche des Monschauer Landes steht auf dem Friedhof. Man sieht es ihr von außen kaum an. Die Pankratiuskapelle stammt vermutlich aus der karolingischen Zeit. Wie Untersuchungen bestätigt haben, ist ihr östlicher Teil um das Jahr 890 entstanden. Die Kapelle gilt als ältester nachrömischer Bau im Rheinland, neben dem Aachener Dom. 1196 wurde die Kapelle, früher beliebter Wallfahrtsort, erneuert.

Eine weitere Kapelle in Konzen, in dem früher Torf gestochen wurde und sich auch eine Genossenschaftsweberei befand, heute ein kunststoffverarbeitender Betrieb, ist die Quirinuskapelle. Ihr heutiger Bau stammt aus dem Jahr 1968 und geht auf einen Vorgänger von 1679 zurück. Fast unscheinbar findet sich nahe der Kapelle ein alter Hausbrunnen mit einem Holztürchen.

Ist man einmal im Uhrzeigersinn durch Konzen spaziert, kommt man zurück zur Kirche und nahebei steht ein großes Bruchsteinhaus (verputzt). Der Hardthof soll an der Stelle gebaut worden sein, wo einst Karl der Große einen Königshof errichtet haben soll. Der heutige Hardthof entstand 1543 durch einen Amtmann.

Westlich des Ortskerns von Konzen erhebt sich die Hohe (572m). Hier lädt der Eifel-Blick Die Hohe zum Rundumblick. Man sieht über das Steinley Venn und nach Osten bis zur Dreiborner Hochfläche.

Südöstlich von Konzen lädt das Druckereimuseum Weiss zu einem Besuch ein. In einem modernen Gebäude in der Straße Am Handwerkerzentrum 16 kann man sonntags anhand von ausgestellten Exponaten den Buchdruck seit Gutenberg bestaunen.

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