Jägersburg (Homburg)

Jägersburg ist ein Stadtteil von Homburg im Saarland und liegt direkt an der Grenze zu Rheinland-Pfalz. In Jägersburg gab es sogar mal ein Schloss, das nach dem Vorbild des Versailler Lustschlosses Grand Trianon im Stil des Frühklassizismus errichtet wurde. Schloss Jägersburg wurde 1793 zerstört und später quasi von der Landkarte getilgt.

Das einstige Jagdschloss ist nicht mit der Gustavsburg zu verwechseln. Die barocke Gustavsburg hieß mal Burg Hattweiler, ab 1590 Schloss Hansweiler und erst 1720 wurde sie in Gustavsburg umbenannt. Der schwedische Architekt Jonas Erikson Sundahl plante das heutige Haupthaus mit dem Turm als ältesten Bestandteil. Aus dem 17. Jahrhundert hat sich ein Wirtschaftsgebäude erhalten. Man sieht eine alte Ummauerung und dahinter die Gustavsburg am Schlossweiher mit Verputz und Fachwerk.

In den Innenräumen der Gustavsburg findet man das Burg- und Schlossmuseum Jägersburg mit Funden der Keltenzeit, einer Rückblende zu den Herrschaften der Region, Urkunden und Siegel.

Der 2ha große Schlossweiher ist der erste einer Reihe von Weihern im Erbachtal. Größer sind der Brückweiher und auf der anderen Seite der B 423 der Möhlwoog (beide 7ha). Befüllt wird die Weiherkette vom Erbach, einem 16km langen Zufluss der Blies. Zwischen Schlossweiher und Brückweiher erstreckt sich das Naherholungsgebiet Jägersburg mit Kletterpark, Gastronomie und Riesenseilrutsche.

Östlich von Jägersburg liegt das 647ha große Naturschutzgebiet Jägersburger Wald-Königsbruch. Hier befindet sich u.a. das Jägersburger Moor, vor Ort gerne auch einfach Teufelsmoor genannt. Im nördlichen Teil des Naturschutzgebiets, oberhalb des Autobahn A 6, liegt inmitten des Spickelwalds der Spickelweiher.

Zu Jägersburg gehört auch der Websweilerhof. Der als Denkmal eingetragene Dreiseiterhof aus Bruchsteinen entstand im 18. und 19. Jahrhundert. Man sieht ein Herrenhaus, das von Wirtschaftsgebäuden umgeben ist. Heute findet sich hier ein Golfplatz mit einer 18-Loch-Anlage.

Vgwort