Isingheim

Von Cobbenrode her kommend verläuft der 10km lange Esselbach bis nach Eslohe, wo er in die Salwey mündet. Unterwegs passiert er mehrere Esloher Ortsteile, darunter Isingheim und Bremscheid. Bei Isingheim ist das Tal noch enger, weiter abwärts nach Bremscheid wird das Tal etwas offener.

Nur drei Knochenmühlen sind in Westfalen noch erhalten, und eine davon steht im Esloher Ortsteil Isingheim. Der Name ist ganz wörtlich zu verstehen, diese Mühlen dienten einst dazu, Knochen zu mahlen bzw. zu zerstampfen. Das Knochenmehl fand lange Zeit Verwendung in der Landwirtschaft, wo es als Düngemittel eingesetzt wurde. Die Knochenmühle Isingheim lieferte noch bis zum Zweiten Weltkrieg Knochenmehl an die Bauern der Umgebung.

Die Geschichte der Knochenmühle Isingheim reicht bis an den Anfang des 18. Jahrhunderts. Angetrieben wurde die Wassermühle vom Esselbach, zunächst als Sägemühle, später als Ölmühle. Das oberschlächtige Mühlrad ist zwar nicht mehr im Original vorhanden, es musste 1952 erneuert werden. Doch abgesehen davon ist die Mühle auch heute noch voll funktionsfähig und stellt dies bei Vorführungen immer wieder unter Beweis.

Zwei Kilometer den Esselbach abwärts liegt der Nachbarort Bremscheid. Hier ist die kleine St. Jakobus Kapelle zu finden. Sie ersetzte im Jahr 1647 einen älteren Vorgängerbau. 1680 wurde sie erneut umgebaut und im Jahr 1946 erweitert. Die Innenausstattung stammt sämtlich aus der Barockzeit, darunter der Altar und mehrere Figuren von Maria mit Kind oder dem Kirchenpatron St. Jakobus. Auch die Glocke stammt noch aus dem späten 17. Jahrhundert.

Das Patrozinium des heiligen Jakobus verrät, dass hier entlang einst ein alter Pilgerweg verlaufen sein muss. Und wenn hier auch nicht mehr viel gepilgert wird, gewandert wird auf jeden Fall. Isingheim und Bremscheid werden zum Beispiel durch den 11km langen örtlichen Esselbach-Rundwanderweg verbunden, der zwischen den beiden Ortschaften im Esselbachtal verläuft und mit der Beschilderung E1 markiert ist. Interessant ist aber auch die zweite Hälfte der Strecke, die sich über den Berg Im Lohe (458m) oberhalb des Tals bewegt. Hier findet man immer wieder schöne Aussichten über das Tal und als weitere Sehenswürdigkeit das Gabrielskreuz auf 440m ü. NN.