Iseringhausen

Ganz im Südwesten des Drolshagener Stadtgebiets befindet sich der Ort Iseringhausen im Tal der Brachtpe. Das breite, offene Brachtpetal lädt zu Spaziergängen am Waldrand ein. Oder auch zu einer Wanderung in Richtung Silberkuhle (515m), die schon im Bergischen Land auf dem Gebiet von Reichshof liegt. Von der Silberkuhle aus man eine prächtige Aussicht über das Brachtpetal und den ebenfalls dort gelegenen Ort Halbhusten hat.

Im Tal interessant ist die Iseringhäuser Kirche in der Ortsmitte. Die neugotische Kirche wurde 1908-09 erbaut und dem heiligen Antonius Eremita geweiht.

Im Nachbarort Husten ist die Herz-Jesu-Kapelle einen Besuch wert. Als die Stifterin Regina Wolfschläger 1880 mit nur 24 Jahren starb - der Typhus war ihr zum Verhängnis geworden - vermachte sie alles, was sie besaß, der Dorfgemeinschaft. Fünf Jahre danach stand bereits die kleine Kapelle, die von diesem Geld erbaut worden war.

Wer von Iseringhausen nach Westen in Richtung Rüblinghausen wandert, das schon zum benachbarten Wenden gehört, erreicht unterwegs die Jägerfichte. Zumindest würde er das tun, wenn die Fichte heute noch existierte. Allerdings war der Baum durch sein Alter zu unsicher geworden, er musste 2005 notgedrungen gefällt werden. Natürlich wurde gleich ein Nachfolger gepflanzt. Doch bis der schön groß ist, erinnert ein Kunstwerk an den alten, über 120 Jahre alten Baum. Eine Sitzgruppe lädt an dieser Stelle zu einem kleinen Picknick ein, bei dem man sich das Kunstwerk in aller Ruhe betrachten kann.