Hohenfels-Essingen

Hohenfels-Essingen liegt im Norden des Gerolsteiner Lands. Der Ortsteil mit seiner vierachsigen neugotischen Kirche aus dem Jahr 1894, wurde bereits 948 erstmalig urkundlich erwähnt. Bekannt ist Hohenfels-Essingen als Ausflugsziel für die Mühlsteinhöhlen am Mühlenberg (585m).

In den Steinbrüchen am Mühlenberg wurde Basalt gewonnen für Mühlsteine, Pflastersteine oder als Grundmaterial für Skulpturen. Die Mühlsteine gelangten bis nach Indien und die qualitativ hochwertigen Pflastersteine wurden auch vor dem Berliner Reichstag verlegt. Diesen nahezu unverwüstlichen Basalt nennt man Zähbasalt. Auf die Spuren des Basalt führt eine 3km lange Rundwanderung, der Geo-Rundweg Basaltbrüche Mühlenberg.

Die Mühlsteinhöhlen wurden extra zur Gewinnung der Mühlsteine in den Berg gegraben. Über Kopf wurden die runden Steine herausgearbeitet. Den Höhlen wurden hübsche Namen vergeben, wie Borussiahöhle, St. Martin Höhle oder Schwedenfeste. Die Schwedenfeste hat einen befestigten Eingang. Je nach Witterungsverhältnissen verwandeln sich die Mühlsteinhöhlen zu Eishöhlen. Wer eine Höhlenentdeckungstour plant, ist mit gutem Schuhwerk, wärmender Kleidung und einer Taschenlampe gut gerüstet. Auch geführte Touren werden angeboten. Von Dezember bis April hingegen gehören die Höhlen den Fledermäusen.

Südöstlich von Hohenfels-Essingen wird Lava am Feuerberg (588m) abgebaut. Hier sieht man dann eindrücklich die Schichtung im Gestein. Die Pfeiler der Hohensteiner Kirche sind aus diesem Baumaterial.

Übrigens führt die Eifelquerbahn mit einem historischen Schienenbus oder als Dampfzugsonderfahrt durch Hohenfels-Essingen. Ihre Stecke verläuft von Gerolstein über Pelm, nach Hohenfels und ins benachbarte Dockweiler und im weiteren Verlauf über Daun nach Ulmen.