Grenzroute 5: Durch den Aachener Wald (Öcher Bösch)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 50 Min.
Höhenmeter ca. ↑254m  ↓254m
Grenzrouten im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande

Aachen liegt im Dreiländereck von Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Zur grenzüberschreitenden Erkundung der Region wurden 2009 sieben sogenannte Grenzrouten angelegt. Eine davon, die Nummer 5, führt uns durch den Aachener Wald oder wie man es hier sagt: den Öcher Bösch.

Wir beginnen unsere Wanderung an der Bundesstraße B 57 auf Höhe des ehemaligen Grenzübergangs Aachen-Köpfchen. Bis 1995 wurden hier die Grenzgänger kontrolliert. Mit dem Schengener Abkommen verschwanden die Grenzer. Heute erinnert der Kulturtreffpunkt des Vereins Kunst und Kultur im Köpfchen (KuKuK) im früheren belgischen Zollgebäude an die Grenzgeschichte.

Auf dem Rotsiefweg wandern wir auf der Grenzroute westwärts hinein in den Aachener Wald. Wir passieren Reste des Westwalls, eines gigantischen (und vor allem durch die Propaganda geförderten) Projekts, mit dem die Nazis die Westgrenze des Reiches absichern wollten.

Im weiteren Verlauf der Grenzroute 5 kreuzt man kurz die Grenze nach Belgien und quert dabei den Aachener Landgraben, der bis 18. Jahrhundert hinein das Aachener Reich von den Nachbarterritorien abgrenzte. Hier ist noch ein sehr schönes Ensemble mit Wall, Adlerstein und Grenzbuchen vorhanden. Auch ein wenig später, kurz hinter der Schmalzloch-Hütte, kann man ein kleines Stück abseits der Route riesige Grenzbuchen bewundern.

Zurück in Deutschland wandern wir auf dem Klausbergweg nordwärts zum Waldrestaurant Gut Entenpfuhl, das seit 1898 hungrige und durstige Wanderer im Aachener Wald empfängt. Weiter geht es über den Kreuzertalweg zum Osterweg und dann wieder hinauf zur Bundesstraße, wo wir auf das Alt-Linzenshäuschen treffen.

Das Alt-Linzenshäuschen war einst einer der acht Wachttürme im Aachener Reich. Heute arbeitet hier eine weitere Traditionsgaststätte im Aachener Wald. Vom Alt-Linzenshäuschen gehen wir nun über die Bundesstraße und weiter durch den Pommerotter Weg zur Pionierquelle. Die Pionierquelle wurde 1939-40, kurz vor dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Belgien und die Niederlande, durch Pioniertruppen angelegt, die in der Nähe im Quartier lagen. Den gleichen Namen trägt heute auch eine Schutzhütte, die zum Rasten einlädt.

Von der Pionierquelle wandern wir nun südwärts vorbei am Elleterberg (299m) bis wir auf den Augustinerweg treffen. Hier halten wir uns rechts und wandern zurück zum Köpfchen.

Bildnachweis: Von ArthurMcGill [GFDL], via Wikimedia Commons

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