Golddörferroute (Schlossblicke Nümbrecht)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑365m  ↓365m
Schlossblicke Nümbrecht: Golddörferroute

Der längste der drei Schlossblicke-Rundwanderungen in Nümbrecht (Bergisches Land) ist die Golddörferroute. Ihren Namen verdankt sie der Tatsache, dass Sie durch die beiden Dörfer Heddinghausen und Marienberghausen führt, die bei der Veranstaltung „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Bundesebene Gold holten.

Heddinghausen gelang das 2004, Marienberghausen beim Vorgängerwettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ in den Jahren 1969 und 1991. Die Tageswanderung beginnt am Schloss Homburg und leitet über Huppichteroth, Marienberghausen, Heddinghausen und Nümbrecht einmal durch die schöne Landschaft des Homburger Ländchens.

Schloss Homburg war der Sitz der Reichsherrschaft Homburg, die von 1276 bis 1806 in Amt und Würden war und dann von Napoleon dem Herzogtum Berg zugeschlagen wurde. Sein heutiges Aussehen erhielt Schloss Homburg im 17. Jahrhundert. Schloss Homburg wird u.a. als Museum vom Oberbergischen Kreis genutzt.

Wir wandern nordwärts zur Homburger Bröl und zu Holsteins Mühle. Heute ein beliebtes Ausflugslokal, war Holsteins Mühle noch bis 1969 als Mehl- und Sägemühle für Schloss Homburg aktiv. Die alten Maschinen und Antriebe der Mehl- und Sägestube wurden schon damals in die Einrichtung integriert.

Es geht an Holsteins Mühle links und wir steuern auf Huppichteroth zu. Über die Weiler Gerhardsiefen und Hasenberg kommen wir auf der Golddörferroute nach Marienberghausen. In Marienberghausen steht eine der bekannten Bunten Kerken des Bergischen Lands. Die evangelische Kirche von Marienberghausen stammt aus dem 13. bis 15. Jahrhundert und wurde im romanischen Stil erbaut. Erst bei Renovierungsarbeiten im Jahr 1910 entdeckte man die umfangreichen spätgotischen Wand- und Gewölbemalereien in der Dorfkirche.

Weiter nach Hochstraßen folgen wir der Golddörferroute südwärts und kommen nach Kleinhöhe und Vorholz, bevor wir Heddinghausen erreichen. Vom mit Gold prämierten Dorf wandern wir nach Nümbrecht. Im Ortskern steht die evangelische Kirche, deren Baubeginn Experten auf das 10. Jahrhundert schätzen. Markante sind der wuchtige romanische Turm, die mittelalterlichen Pfeiler, der gotische Chor und die barocke Turmhaube. Von Nümbrecht aus schließt sich die Runde wieder und wir können am Schloss Homburg in der Zehntscheuer einkehren (und bzw. oder dem Museum einen Besuch abstatten).

Bildnachweis: Von Frank Vincentz [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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