Gönnersdorf (bei Bad Breisig)

Von der Bundesstraße B 9 am Rhein führt die Landesstraße 87 in westliche Richtung dem Vinxtbachtal folgend nach Gönnersdorf im Breisiger Ländchen. Nordöstlich von Gönnersdorf ragt der Dietenkopf (236m) aus der Naturlandschaft und umgeben ist der Ort von waldreichen Höhen. Gönnersdorf erstreckt sich vom Tal des Vinxtbachs bis zu den Füßen des südlichen Herchenbergs, einem Vulkan, der vor gut 210.000 Jahren aktiv war. Der Schlackenkegel war einst 480m hoch und durch den Abbau von Lava zur industriellen Nutzung ist er nun fast verschwunden.

Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Gönnersdorf in einem Bruderschaftsbuch der Michaelskapelle in Münstermaifeld im Jahr 1147. Damals hieß der Ort Gunteresdorp. Die Fürstäbtissin von Essen hatte ihren Sommersitz auf dem Frauenbergerhof südwestlich des Ortskerns. Auf dem Anwesen findet sich eine kleine Kapelle. Die Reichsäbtissinnen waren mehr politisch denn religiös aktiv, achteten den Papst als kirchliches Oberhaupt und den Kaiser als weltliches.

Einst war Gönnersdorf von Landwirtschaft und der Arbeit in der Steinindustrie geprägt. Daraus entwickelte sich ein gepflegter Wohnort. Gönnersdorf gruppiert sich um die katholische Pfarrkirche St. Stephanus, die im Kern aus dem 13. Jahrhundert datiert. Ihr Chor und viereckiger Westturm sind Zeichen aus dieser Zeit. Nach Feststellung ihrer Baufälligkeit erhielt sie 1733 eine Renovierung. 1830 wurde die Sakristei angebaut. 1927 erhielt der Turm eine Veränderung. Die Grotte und das Kreuz im Außenbereich stammen aus dem 19. Jahrhundert.

Im Inneren der Stephanuskirche steht ein Taufbecken aus Basalt. Die Steinkanzel wurde im spätgotischen Stil geschaffen und der Seitenaltar aus dem Jahr 1630 besteht aus weißem Marmor. Der Metternichaltar erinnert daran, dass St. Stephanus Taufkirche der rheinischen Adelsfamilie von Metternich war.