Fremersdorf

Fremersdorf gehört zur Gemeinde Rehlingen-Siersburg und liegt an der Saar. Westlich erhebt sich der Geisberg (350m) und ihn umgibt zum Teil der Oberste Wald. Bereits die Kelten und Römer siedelten in Fremersdorf, wie Funde einer Römervilla belegten.

Rund 1.300 Einwohner leben in Fremersdorf rund um die katholische Kirche St. Mauritius und St. Barbara. Die Kirche entstand 1912 als neoromanische Basilika auf einem kreuzförmigen Grundriss. Der Turm steht seitlich am Langhaus, das dreischiffig ist. Am Querschiff ist der Chor angebaut mit einer halbkreisförmigen Apsis, die im Inneren mit Ausmalungen verziert ist.

Am Fährweg 1, zwischen Herrenstraße und Saar umgeben von einem Park, residiert die E. von Boch’sche Gutsverwaltung. Die Gutsverwaltung bietet seit vielen Generationen Produkte der Region an, aus Land- und Forstwirtschaft, es gibt Wild und Hochprozentiges. Das Herrenhaus, oder besser gesagt Schloss Fremersdorf, ist in Privatbesitz der Familie von Boch und man kann es nur von außen ansehen. Man sieht die noch ältesten erhaltenen Bauteile aus der Zeit um 1600. Es sind die drei quadratischen Türme mit Zeltdach. Das meiste der Bausubstanz entstammt dem 18. Jahrhundert.

Eugen Anton von Boch ehelichte Oktavie-Sophie Villeroy im Jahr 1842. 1836 hatten sich die bis dahin konkurrierenden Keramikwerke zu Villeroy und Boch zusammengeschlossen. Der Vertrag wurde an der Saarmühle, gegenüber von Schloss Fremersdorf auf der anderen Saarseite geschlossen. Das erste gemeinsame Werk wurde 1843 eröffnet in Wadgassen. Die Cristallerie produzierte dort bis 1980 Glaswaren und heute findet sich da ein Factory-Outlet-Center von Villeroy und Boch.

Nahe der Kirche in der Herrenstraße steht das Halfenhaus unter Denkmalschutz. Es stammt aus dem 18. Jahrhundert, hat zwei Geschosse und vier Achsen. Ein Halfe war seinerzeit ein Pächter mit gewissen Rechten und Pflichten. Meist musste er die Hälfte seines Ertrages dem Gutsherrn abtreten. Ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert ist ein Bauernhaus in der Brotstraße.

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