Freilinger See

Wo die Herren von Aremberg einst Eisenerz abbauen ließen, in Freilingen und dem benachbarten Lommersdorf, weht heute Freizeitwind. Freilingen ist beliebtes Reiseziel für Erholungssuchende. Nördlich vom Ortskern bietet ein Feriendorf im Freilinger Bruch Sportmöglichkeiten wie Schwimmen und Tennis. Der Campingplatz Eifel-Camp unterhalb der Staumauer des Freilinger Sees, der zwischen dem Feriendorf und dem Ort Freilingen in der schönen Natur liegt, wurde bereits ausgezeichnet.

Der Freilinger See speist sich aus Quellwasser. Der Weilerbach wurde hier zu einem 9ha großen See aufgestaut. Gebaut wurde der Stausee zur Regenrückhaltung und gleichzeitig zur Nutzung als Freizeitvergnügen und zur Naherholung. Der See ist überwiegend von Wald umsäumt und natürlich auch von offener Wiesenlandschaft, wo man gemütlich sein Badehandtuch ausbreiten kann. Dazu erfreuen sich auch Windsurfer, Taucher, Ruderer und Angler des idyllischen Gewässers, des meist doch eher kühleren Nasses, das im Sommer auf rund 20 Grad kommt.

An mietbaren Grillanlagen können dann die Petrijünger ihren Fang braten, während die Kinder sich die Zeit auch beim Minigolfen vertreiben können und andere Familienmitglieder die Nordic-Walking-Strecke unter die Stöcke nehmen oder sich alle gemeinsam auf dem Waldlehrpfad weiterbilden. Der Gesamtrundweg um den See misst 2,1km. Am ersten Juliwochenende findet alljährlich das Freilinger Seefest statt. Vielleicht ein schöner Anlass für Wanderer auf dem Sonnenweg dort vorbei zu feiern.

In Freilingen sehenswert ist die Kapelle St. Martin. Sie wurde 1684 renoviert und ihre Herkunft geht ins frühe 16. Jahrhundert zurück. Die barocke Madonnenfigur im Inneren stammt aus der Zeit um 1680. Nahebei steht eine Bücherbude. Ein öffentlicher Bücherschrank, wo sich Menschen einfach ein Buch ausleihen können. Die Patenschaft für die Bücherbude übernahm Fabian Giefer. Der junge Keeper, 1990 in Adenau geboren, wuchs in Freiligen auf. Seit der Saison 2014/15 steht er beim FC Schalke 04 unter Vertrag.

Gegenüber findet sich der Lehenshof Gilles. Das zweigeschossige große Bruchsteinhaus in der Lommersdorfer Straße 2 wurde 1787 neu errichtet, weist aber 300 Jahre ältere Ursprünge auf. In dem Haus, das heute verputzt ist, soll es ein Geheimzimmer geben mit angebautem Außenschacht. Ja, wofür wohl...

Des weiteren, baulich nur noch selten anzutreffen, ist ein 26m langer Fachwerk-Streckhof aus dem Jahr 1698. Wer auf Spurensuche des Westwalls unterwegs ist, findet im Westen und Südwesten von Freilingen noch Reste, wie das Blockhaus, das in Richtung Hüngersdorf zu finden ist.