Frönsberg


Eine ausgedehnte, durchgängig bewaldete Fläche trennt den Ortsteil Frönsberg im Süden von der Kernstadt Hemer im Norden. Zu Fuß müsste man von Hemer aus die Hemer Berge (411m) überqueren, um nach Frönsberg zu kommen. Mit dem Auto dürfte die Anreise durch das Tal des Westiger Bachs bequemer sein, das hier von Süden her kommend auf 9km Richtung Norden dem Hemeraner Stadtteil Westig und anschließend der Oese zufließt.

Zum einen eignet sich Frönsberg natürlich durch seine Lage hervorragend als Ausgangspunkt für lange Wanderungen kreuz und quer durch den Balver Wald. Zum anderen gibt es hier aber auch durchaus das eine oder andere sehenswerte Fleckchen. Zum Beispiel die LWL-Klinik Hemer, eine psychiatrische Fachklinik, die nach einem Hemeraner Psychiater auch Hans-Prinzhorn-Klinik genannt wird.

Sie steht auf historischem Boden. Dort, wo heute die moderne Klinik steht, befand sich das mittelalterliche Haus Vromersberg. Nach einigen Besitzerwechseln im Laufe der Jahrhunderte, nach Verfall und Wiederaufbau, erwarb die AOK Dortmund 1914 das Gut und richtete darin ein Genesungsheim ein. Seit dieser Zeit spielt also die Gesundheit eine zentrale Rolle hier im Wald südlich von Frönsberg. Das historische Gebäude wurde allerdings leider 1971 abgerissen, so dass heute nichts mehr von dieser langen Geschichte sichtbar ist.

Nicht weit entfernt liegt eine Wiese, die auf den ersten Blick nicht sehr besonders aussieht. Zumindest den größten Teil des Jahres über. Doch einmal im Jahr am verlängerten Fronleichnamswochenende ist hier so einiges los, wenn das jährliche WISPA-Festival stattfindet. An drei Tagen treten rund zwanzig Bands an und präsentieren alternative Musik jenseits des Mainstream.

Wer sich mehr für sakrale Architektur interessiert, für den gibt es auch etwas Sehenswertes ganz in der Nähe. Im Ortsteil Bredenbruch, nur rund drei Autokilometer von Frönsberg entfernt, steht die St. Marien Kirche Bredenbruch. Sie ist eine der fünf katholischen Pfarrkirchen Hemers und beeindruckt durch ihre monumentale Backsteinarchitektur, die einzigartig in Hemer ist. Sie entstand 1930 und erhielt 1973 während einer umfangreichen Restaurierung neue Chorfenster, unter anderem ein Glasbetonfenster, das einen Lebensbaum darstellt. Die Rundbogenfenster zeigen hingegen schon seit 1966 Szenen aus dem Leben der Maria.

Gar nicht weit entfernt in der Hellen Straße in Bredenbruch findet sich noch ein ehemaliger Wasserhochbehälter. Das Gewölbe liegt zwar zum Schutz gegen Temperatureinflüsse unter einer Erdaufschüttung verborgen. Doch das Eingangsportal mit den Flügelmauern ist noch gut sichtbar. Der Wasserhochbehälter gehörte in seinem Baujahr 1909 zu den ersten Wasserversorgungsanlagen in Hemer und gilt heute als Denkmal.


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