Eschweiler (Bad Münstereifel)

Nordwestlich von Bad Münstereifel liegt der Stadtteil Eschweiler. In Eschweiler mündet der von Süden kommende Eschweiler Bach in die Erft. Der Eschweiler Bach ist ein 11km langes Flüsschen, das nördlich von Pesch aus dem Zusammenfluss von Hornbach und Wespelbach entsteht.

Das naturnahe Eschweiler Tal ist auf einer Fläche von 637ha als europäisches Naturschutzgebiet ausgewiesen. Hier finden sich üppige Orchideenwiesen u.a. mit Beständen des Großen Händelwurz, des Bienen-Ragwurz und des Brand-Knabenkrauts. Neuntöter und Baumfalke fühlen sich im Eschweiler Tal ebenso heimisch wie Schlingnatter, Wendehals und Grünspecht.

Der nördliche Teil des Naturschutzgebiets schließt die Kalkkuppen-Landschaft ein, die sich von Eschweiler über Iversheim nach Kalkar ziehen. Bei den Eschweiler Kalkkuppen handelt es sich um ein Mosaik aus wertvollen und ausgesprochen orchideenreichen Trespen-Halbtrockenrasen, Waldflächen, Gebüschen, zum Teil magerem Grünland sowie mehreren Steinbrüchen. Die wertvollsten und größten Halbtrockenrasen befinden sich nordwestlich von Eschweiler.

Zwischen dem Eschweiler Tal und den Eschweiler Kalkuppen liegt der Golfplatz Bad Münstereifel und am südwestlichen Ende des Golfplatzes erhebt sich der Stockert (434m). Auf dem Stockert steht der Astropeiler Stockert, der 1955-56 als erstes Radioteleskop in Deutschland errichtet wurde. Ein Radioteleskop dient dem Empfang elektromagnetischer Wellen, um damit das Universum zu erkunden. Der Astropeiler steht unter Denkmalschutz und gehört seit 2005 der NRW-Stiftung. Ein Förderverein hat die Technik modernisiert und das Gebäude für interessierte Besucher geöffnet.

Die andere Verbindung gen Himmel in Eschweiler ist die katholische Pfarrkirche St. Margareta. Die weißverputzte Kirche mit Lang- und Querhaus wurde 1903 gebaut an Stelle einer Vorgängerin.