Rundwanderung durchs Naturschutzgebiet Eschweiler Tal und Kalkkuppen


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 24 Min.
Höhenmeter ca. ↑407m  ↓407m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir starten zu unserer Wanderung am Parkplatz Nöthener Tannen. Am Rand des Naturschutzgebiets wandern wir zum Eschweiler Bach, einem 11km langen Flüsschen, das nördlich von Pesch aus dem Zusammenfluss von Hornbach und Wespelbach entsteht und in Eschweiler in die Erft mündet.

Man passiert den Eschweiler Bach und wandert weiter zum Golfplatz Bad Münstereifel. Am südwestlichen Ende des Golfplatzes erhebt sich der Stockert (434m). Auf dem Stockert steht der Astropeiler Stockert, der 1955-56 als erstes Radioteleskop in Deutschland errichtet wurde. Ein Radioteleskop dient dem Empfang elektromagnetischer Wellen, um damit das Universum zu erkunden. Der Astropeiler steht unter Denkmalschutz und gehört seit 2005 der NRW-Stiftung. Ein Förderverein hat die Technik modernisiert und das Gebäude für interessierte Besucher geöffnet.

Über den Golfplatz kommen wir nach Eschweiler und weiter zu einem Steinbruch. Dann wandert man durch die Gemarkung Im Schlund, kommt zu einer Streuobstwiese und erreicht wenig später wieder den Parkplatz an den Nöthener Tannen.

Das Eschweiler Tal und die Kalkkuppenlandschaft sind auf einer Fläche von 637ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der nördliche Teil erstreckt sich mit einer Länge von ca. 5km zwischen den Ortslagen Eschweiler, Iversheim und Kalkar. Es handelt sich um ein Mosaik aus wertvollen und ausgesprochen orchideenreichen Trespen-Halbtrockenrasen, Waldflächen, Gebüschen, zum Teil magerem Grünland sowie mehreren Steinbrüchen.

Im südlichen Teil des Gebietes überwiegen dagegen offene Grünlandflächen mit vom Glatthafer dominierten Fettwiesen. Bemerkenswert sind die Orchideenvorkommen, wobei hier die Grosse Händelwurz, die Bienen-Ragwurz und das Brand-Knabenkraut dominieren. Darüber hinaus finden sich zahlreiche Wacholderbüsche.

Im Naturschutzgebiet Eschweiler Tal und Kalkkuppen fühlen sich u.a. Grünspecht, Waldeidechse, Aurorafalter, Baum-Weißling, Kaisermantel, Kleiner Eisvogel, Großer Schillerfalter, Braunkehlchen, Goldammer, Uhu, Turmfalke, Neuntöter, Baumfalke und Zauneidechse wohl. An Pflanzen wachsen im Eschweiler Tal z.B. Elsbeere, Kuhschelle, Purpur-Knabenkraut, Frühlings-Fingerkraut, Breitblättriger Thymian, Deutscher Fransenenzian, Hohe Schlüsselblume, Echter Seidelbast und Gemeiner Wacholder.

Vgwort