Erlebnisweg durchs Tal der wilden Endert (Cochem)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑389m  ↓571m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Endert ist ein 22km langer Bach, der östlich von Ulmen entspringt und dann ohne weiteren Kontakt zu Siedlungen durch ein enges Waldtal nach Cochem fließt, wo die Endert in die Mosel mündet. Das verspricht ein naturnahes Abenteuer, das man am Besten am Kloster Maria Martental bei Leienkaul startet. Hierhin fährt von Cochem aus über Kaisersesch die Buslinie 713, so dass man sein Auto in Cochem stehen lassen kann.

Das Kloster Maria Martental wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert gegründet. Vier Jahrhundert später gab man das Kloster auf. Erst 1927 übernahmen die Herz-Jesu-Priester das Gelände und bauten ein neues Kloster. Die Wallfahrtskirche Maria Martental entstand 1934.

Der Bach, der am Kloster Maria Martental fließt, ist noch nicht die Endert, sondern der Sesterbach. Dem Sesterbach folgen wir bis zu seiner Einmündung in die Endert. An der Mündung führt ein Steg über den Sesterbach, der hier in einem Die Rausch genannten Wasserfall etwa 7m tief der Endert entgegenstürzt.

Jetzt folgen wir dem Karolingerweg, der als Hauptwanderweg des Eifelvereins mit einer schwarzen Pfeilspitze gekennzeichnet ist. Auf einem breiten Waldweg erreicht man die Napoleonsbrücke, über die die alte Poststraße von Koblenz nach Trier führte.

Nachdem die Landstraße passiert ist, kommt man in den wilden Teil des Enderttals. Die Wanderung führt auf felsigen Pfaden, an klammartigen Schieferfelsen vorbei und etliche Male auf Stegen entlang der wilden Endert. Im Tal der wilden Endert arbeiteten einst viele Mühlen, die auf Namen wie Maxmehrmühle, Browelsmühle, Göbelsmühle und Thönnesgensmühle hörten. Einige dieser Mühlen sind schön renoviert worden und wieder bewohnt.

Nachdem man unter der Hochspannungsleitung durchgewandert ist, kommt man zum Hotel Weißmühle und wenig später zum Campingplatz Winneburg. Dann erreicht man die Landstraße und folgt dieser hinein nach Cochem. Dabei passiert man die Talstation der Sesselbahn zum Pinner Kreuz, dem einzigen Sessellift an der Mosel. Die Sesselbahn führt hinauf auf den schönsten Aussichtspunkt über Cochem und von hier sind es nur ein paar Schritte bis zum Pinner Kreuz.

Durchs Enderttor kommt man in die Altstadt von Cochem. Das Enderttor ist das größte der drei noch erhaltenen Stadttore von Cochem und wurde 1332 erbaut. Nahe des Enderttores ist die Alte Thorschenke und das Schiefe Haus sehenswert. Die Tour durchs Tal der wilden Endert endet an der Tourist-Information am Endertplatz oberhalb der Mündung der Endert in die Mosel.

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