Eitorfer Schweiz

Die Eitorfer Schweiz ist ein südöstlich dem Ort Eitorf vorgelagertes Waldgebiet um den Hohen Schaden (388m). Die Eitorfer Schweiz markiert den nordwestlichen Rand der Leuscheid und liegt bereits in Nordrhein-Westfalen.

Größter Ort innerhalb Eitorfer Schweiz ist das im Eiptal gelegene Mühleip. Den Ort überwacht die 1885 errichtete neugotische Pfarrkirche St. Aloysius, die 1966 erweitert wurde.

Östlich von Mühleip liegt Eitorf-Stein. Hier wurde das Naturschutzgebiet Basaltsteinbruch Eitorf-Stein ausgewiesen. Der Basalt entstand vor 19 Mio. Jahren und hat Säulen von 15-20m Höhe ausgebildet, was für das Mittelrheingebiet selten ist. Die vor den Steinbruchwänden flachliegenden Säulen sind bei den Spreng- und Abbrucharbeiten verstürzt. Der Steinbruch ist ein Refugium für seltene Tiere und Pflanzen. Vor allem der Russischer Bär (eine Schmetterlingsart) und die Gelbbauchunke sind hier als bedrohte Tierarten zu nennen.

Hinter Stein kommt man in den Wald des Staatsforsts Neunkirchen-Seelscheid. Hier liegt das Hüppelröttchen, ein ehemaliges Forsthaus (1835-1972), auf dessen Gelände die Gemeinde Eitorf ein Naherholungsgebiet angelegt hat. Am Stand des ehemaligen Forsthauses wurden zwei Schutzhütten errichtet. Nebenan wurde ein ausgeschilderter Kräutergarten angelegt.

Bereits 1985 wurde am Hüppelröttchen der 3,5km lange und mit einem Naturpreis ausgezeichnete Lehrpfad Waldimkerei und Waldhygiene eingerichtet. Den Lehrpfad erreicht man vom Wanderpakrplatz Melchiorweg zwischen Käsberg und Obenroth gelegen. Unterhalb des Hohen Schadens informieren zahlreiche Stationen über die Grundsätze der Jagd und des Naturschutzes sowie auf die Bedeutung der Bienen für eine intakte Natur.

Regionaler Bezug:

Eitorf Rhein-Sieg-Kreis Nordrhein-Westfalen Obere Sieg Sieg-Westerwald Westerwald