Ehrenbach

Südlich des Auroffer Grunds liegt der Idsteiner Stadtteil Ehrenbach in einem engen und bewaldeten Tal, eingerahmt vom Scheid (472m) und dem Roßberg (426m). Unmittelbar am Ortsrand von Ehrenbach verlief vor fast 2.000 Jahren der römische Limes, der mittlerweile als UNESCO-Weltkulturerbe geschützt ist.

Dass der Limes nicht weit ist, sieht man an dem bereits zu Orlen gehörenden Römerturm, von dem man gut auf Ehrenbach blicken kann. Der Ortskern von Ehrenbach rund um die Zugmantelstraße mit seinen Hofreiten aus dem 18. und 19. Jh. steht unter Denkmalschutz. Unterschiedliche Hofgrößen und -formen ergeben eine aufgelockerte Struktur und nach der jüngsten Dorferneuerungsmaßnahmen mit zahlreichen Fassadenfreilegungen wird das Ortsbild überwiegend durch Sichtfachwerk und Schieferverkleidungen geprägt.

Die Ortsmitte dominiert das ehemalige Hirtenhaus. Das um 1780 erbaute und im Volksmund Türmchen genannte ehemalige Hirtenhaus wurde 1982 zur evangelischen Kirche geweiht. Der lang gestreckte und schmucklose Fachwerkbau auf einem Bruchsteinsockel hat einen verschieferten Dachreiter.

Zusammen mit der Kapelle prägt das Backhaus von 1800 das Zentrum von Ehrenbach. Der kleine Fachwerkbau mit seinem aus Backsteinen gemauerten Kamin hat ein ungewöhnlich ovales Fenster zur Straße hin.

Die alte Schule liegt in erhöhter Lage am südwestlichen Ortsrand. Zum 1889 errichteten zweigeschossigen Fachwerkbau, ursprünglich mit seinen zwei Schulräumen im Erdgeschoss und der Lehrerwohnung im Obergeschoss, gehört auch ein kleiner Schuppen als Feuerwehrgerätehaus.

Südlich von Ehrenbach jenseits des Limes liegt der Idsteiner Stadtteil Eschenhahn am Fuße der Eschenhahner Heide (518m). Die an der Ortsdurchfahrt der Schwalbacher Straße gelegene Bebauung steht unter Denkmalschutz, weil hier eine typische abwechselnde Bebauung von Wohngebäuden und Scheunen aus dem 18. Jahrhundert umfasst. An den steilen Hängen im Wald östlich von Eschenhahn ist der Verlauf des hinteren Limes gut erkennbar.

Regionaler Bezug:

Hessen Taunus Untertaunus Rheingau-Taunus-Kreis Idstein Idsteiner Senke