Eger-Mühlentour: Von der Schwäbischen Alb ins Nördlinger Ries


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 21 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 40 Min.
Höhenmeter ca. ↑287m  ↓371m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Hört man von der Eger, denkt man schnell an den Elbezufluss Eger, der durch den Westen Tschechiens fließt. Es gibt aber auch eine Eger im Süden von Deutschland. Die entspringt auf der Schwäbischen Alb, ist 37 Kilometer lang und mündet in Harburg in die Wörnitz.

Die Eger-Mühlentour, die man wahlweise wandern oder auch gut mit dem Fahrrad unternehmen kann, führt von der Eger-Quelle ins Nördlinger Ries. Mühlentour heißt der Wanderweg, weil er am Standort von 37 ehemaligen Wassermühlen vorbeiführt, von denen 25 noch erhalten und vier sogar noch in Betrieb sind.

Startpunkt ist am Egerursprung ein kleines Stück außerhalb von Aufhausen, einem Ortsteil von Bopfingen. Wir folgen der Eger nach Oberdorf am Ipf. Der Ipf (668m) ist einer überwiegend mit Wacholderheiden bedeckter Zeugenberg der Ostalb. In der ehemaligen Synagoge in Oberdorf befindet sich seit 1997 das Museum zur Geschichte der Juden im Ostalbkreis.

Wir kommen nun nach Bopfingen, wo der Mühlenweg leider an der schmucken Altstadt vorbeiführt und stattdessen eng an der Eger bleibt. Hier sollte man wenigstens einen kurzen Abstecher einplanen. Das nächste Ziel auf der Reise ist dann Trochtelfingen. Hier wechseln wir die Uferseite der Eger und kommen ins Nördlinger Ries.

Das Nördlinger Ries liegt zwischen Schwäbischer Alb und Fränkischer Alb. Das nahezu kreisförmige, flache Ries hebt sich auffällig von der hügeligen Landschaft des Umlands ab. Entstanden ist das Nördlinger Ries vor ca. 15 Millionen Jahre beim Einschlag eines Asteroiden - dem sogenannten Ries-Ereignis.

Über Utzmemmingen und Nähermemmingen kommen wir schließlich zum Ziel des Mühlenwegs in Nördlingen. Der Mühlenweg endet am Bürgerweiher direkt an der Eger. Wir bleiben aber natürlich nicht vor der sehenswerten Altstadt stehen, sondern lassen uns von den vielen Gebäuden aus Mittelalter und Renaissance beeindrucken. Auch ein Besuch des Rieskrater-Museums ist immer eine gute Idee, wenn man vor Ort ist.

Bildnachweis: Von Bernhard Hampp [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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