Bopfingen-Rundtour mit Burg Flochberg und Ipf


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑300m  ↓300m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Bopfingen liegt an der Eger und am Albsteig und hat etliche Naturschutzgebiete im Portfolio. Davon erkunden wir den Schlossberg mit Ruine Flochberg, den Zeugenberg Ipf (668m) mit Wacholderheiden und historischer Wallanlage. Es gibt einiges zu entdecken!

Von Bopfingen wandern wir erstmal auf den Ipf hinauf, den wir nach rund 4,7km erreichen werden und uns einen Überblick verschaffen können. Start ist der Parkplatz am Fuße des Schlossbergs. Wir folgen dem Stauferweg, die prägende Ruine Flochberg südlich von uns. Der Stauferweg leitet zur Bahnhofstraße nach Bopfingen. Wir halten uns rechts, um die Riesbahn zu queren und in den Innenstadtbereich zu gelangen, durch den wir auch wieder zurückkehren werden.

Wir kommen am Stadtpark vorbei. Durch die Hintere Pfarrgasse nähern wir uns dem Rathaus Bopfingen. Gegenüber ist die Kirche St. Blasius am Kirchplatz und hinterm Rathaus ist vielleicht ein Wochenmarkt. Beim Rathaus wurde Alt und Neu gläsern vermählt. Das Alte Rathaus im Renaissance-Stil wurde 2011 dadurch mit der Alten Schule (1841) verbunden. 

Die Geschichte der St. Blasius Kirche beginnt um 650, damals war sie aus Holz. Es folgte eine aus Kalktuffquadern, von den römischen Steinen sind noch welche zu sehen. Sie wuchs und gedieh zur Wallfahrtskirche und wurde vom 13. bis ins 15. Jahrhundert erweitert. Der Turm wurde 1613 erneuert. Ein bemerkenswertes Schmuckstück ist der spätgotische Flügelaltar vom Maler Friedrich Herlin (1430-1500), der 1472 fertig wurde.

Wanderrichtung ist Norden und der Ipf. Man könnte noch einen Abstecher einplanen zum Museum im Seelhaus aus dem Jahr 1505 (Spitalplatz), wo archäologische Funde und die Stadtgeschichte dargelegt sind. Wir kommen über den Stadtgraben (B29) und über die Eger. Die Eger ist ein rund 37km langer Zufluss zur Wörnitz. Man kann via Mühlenweg Eger an den Standorten von 37 einstigen Mühlen vorbeiwandern. Wir kommen auf dem Rückweg über den abgezweigten Mühlkanal Ölmühle.

Einer der charakteristischsten Zeugenberge der Schwäbischen Alb ist der 668m hohe unbewaldete Ipf mit Heidevegetation. Man kann sich auf Spurensuche begeben. Hanggraben, Wälle und eine Rekonstruktion einer Pfostenschlitzmauer sind zu sehen. Es wurden Keramiken aus der Jungsteinzeit gefunden.

Durch die Jahnstraße kommen wir an Eger und Mühlkanal. An der Aalener Straße steht die Friedhofskirche St. Katharina (1619). Unser weiterer Weg: Innenstadt, über die Riesbahn, Feldwiesenweg, Mörikestraße, Schillerstraße, Neresheimer Straße queren, Am Flurersflecken, Bergstraße, Welfenstraße, Burgsteige. 

Die Burg Flochberg im Naturschutzgebiet Schlossberg und Ruine Flochberg wurde um 1150 auf einem weithin sichtbaren Kalksteinkegel und 579m am Riesrand errichtet. Man sieht Mauerreste wie die des Palas oder eines Geschützturmes. Bis zum Ausgangsort ist es nur noch ein knapper Kilometer.

Bildnachweis: Von BerndH [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Vgwort