Dornröschenroute (Hessenweg 11)


Erstellt von: WVH
Streckenlänge: 113 km
Gehzeit o. Pause: 25 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑1482m  ↓1516m
Dornröschenroute Gensungen Bad Karlshafen

Die Dornröschenroute ist die Fortsetzung des Brüder-Grimm-Wegs von Gensungen aus durch den Habichtswald nach Kassel und weiter zur Sababurg, die man auch als Dornröschenschloss kennt und hier die Ursprünge des gleichnamigen Märchens verortet. Durch den Reinhardswald, das größte geschlossene Waldgebiet in Hessen, leitet die Dornröschenroute schließlich nach Bad Karlshafen an der Weser.

Los geht es in Gensungen an der Eder. Man wechselt die Uferseite und wandert auf der Dornröschenroute nach Felsberg. Hoch auf einer Basaltkuppe wacht hier die Ruine der Felsburg über den Ort. Die Felsburg wurde im 11. Jahrhundert errichtet und ab dem 14. Jahrhundert systematisch ausgebaut. Unter dem hessischen Landgraf Ludwig I. wurde der Bergfried nochmals durch einen Aufsatz erhöht, was ihn zu einem Butterfassturm macht. Während die Felsburg den Dreißigjährigen Krieg nahezu unbeschadet überstand, verfiel sie danach langsam und wurde im Siebenjährigen Krieg, 1762, zerstört. In der Burgkapelle, die noch bis 1844 als Pulvermagazin diente, ist heute das Burgmuseum untergebracht.

Hinter Felsberg verlässt die Dornröschenroute das Edertal und leitet nach Gudensberg mit der sehenswerten Burgruine Obernburg und der Wenigenburg. In Gudensberg finden sich viele historische Gebäude, meist Fachwerkbauten, darunter das alte Amtshaus mit seinem Renaissanceportal, das Pfarrhaus aus dem Jahre 1642, der 1643 errichtete Renthof, sowie als ältestes Gebäude der Stadt, das 1596 errichtete Ackerbürgerhaus. Die evangelische Kirche St. Margarete ist ein gotischer Bau aus dem 14. Jahrhundert. Das klassizistische Rathaus stammt aus dem Jahre 1839.

Gudensberg liegt am Südostrand des Habichtswalds und durch den geht es auf der Dornröschenroute weiter nach Niedenstein. Die Dornröschenroute umrundet den Niedensteiner Kopf (475m). Hier lohnt ein Abstecher hinauf auf den Gipfel zum Hessenturm. Der Hessenturm entstand 1931 als Aussichtsturm für Wanderer. Der Hessisch-Waldeckische Gebirgs- und Heimatverein am Hessenturm eine kleine Gastronomie.

Über den Bilstein (460m) leitet die Dornröschenroute wieder zurück und knickt dann nach Osten, um Hertingshausen anzusteuern. Hinter der Autobahn A 49 trifft die Dornröschenroute bei Guntershausen auf die Fulda und folgt dieser flussabwärts hinein nach Kassel.

Es geht auf der Dornröschenroute etwas langweilig weiter über die Giesenallee, während auf der anderen Uferseite der Fulda die sehenswerte Fuldaaue liegt, die für die Bundesgartenschau 1981 als Landschaftspark ausgebaut wurde. Man passiert die Orangerie Kassel, die heute Sitz des Astronomisch-Physikalischen Kabinetts mit darin integriertem Planetarium ist.

Die Dornröschenroute folgt der Fulda hinauf in den Kasseler Ortsteil Wolfsanger und weiter bis nach Fuldatal-Wilhelmshausen. Hier verlässt die Dornröschenroute die Fulda und führt bei Holzhausen in den Reinhardswald. Das nächste Ziel ist das Dornröschenschloss, die Sababurg. Die Sababurg entstand im 14. Jahrhundert und wurde im Dreißigjährigen Krieg vom katholischen Feldmarschall Tilly besetzt und stark beschädigt. Danach verfiel Schloss Sababurg in den wildromantisch verwachsenen Zustand, in dem der Volksmund schon bald den Ort sah, an dem sich die Geschichte vom Dornröschen zugetragen haben musste.

Weiter durch den Reinhardswald kommt die Dornröschenroute nach Gottsbüren mit der bekannten Wallfahrtskirche Gottsbüren, die ab 1330 errichtet und dann zu einer dreischiffigen Hallenkirche erweitert wurde. Dann folgt das letzte Wegstück, das zunächst nach Helmarshausen an der Diemel führt. Die Dornröschenroute folgt der Diemel zu Einmündung in die Weser und beendet die Fernwanderung am Bahnhof Bad Karlshafen rechts der Weser.


Bildnachweis (attribution,via Wikimedia Commons): 1,3 by Presse03; 2 by Armin Schönewolf; 4 by Bad Karlshafen01 [CC-BY-SA-3.0]

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