Dorndorf (Westerwald)

Am Fuße des Watzenhahns, etwas südlich von Frickhofen, liegt der staatlich anerkannte Erholungsort Dorndorf. Der älteste Ortsteil Dornburgs – die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 772 – war früher Heimat der Adligen von Dorendorf, die hier ihre Burg unterhielten. Nach einem Brand wurde auf den Überresten eine Kapelle errichtet, die bei den Dorfbränden im 18. Jahrhundert zerstört wurde. An der Stelle wurde 1932 die Pfarrkirche St. Margaretha gebaut, deren siebenfach, sich verjüngender Bogenkranz über dem Altar sehenswert ist.

Der Watzenhahn, ein Basaltrücken, der sich auf hessischer Seite bis 430m, auf rheinland-pfälzer Seite sogar bis auf 475m erhebt, ist ein waldreiches Gebiet. Hier nistet seit Jahren in einer Steinbruchwand ein Uhu-Pärchen, was 2004 zur Ausweisung als Vogelschutzgebiet führte. Neben Uhus gibt es in der Gemarkung weitere 84 Vogelarten, von denen 12 auf der roten Liste der gefährdeten Arten stehen.

Südöstlich von Dorndorf liegt Thalheim, ein kleiner Ort mit schönen Fachwerkhäusern aus der Zeit um 1700 mit fränkischen Erkern und Schnitzereien. Durch den Ort fließt der Salzbach, ein Zufluss des Elbbachs. Wirtschaftlich bedeutend war früher das Töpferhandwerk, das dem Ort den spöttischen Spitznamen „Deppe Dohlem“ einbrachte.

Für einen touristischen Aufschwung sorgte in den 1980er Jahren der Aufenthalt von Mutter Meera in Thalheim, über den sogar die New York Times berichtete. Mutter Meera ist eine indische Avatarin, was im Hinduismus soviel wie „Gottheit“ oder „göttlicher Aspekt“ bedeutet. Sie gab in Thalheim regelmäßig Darshans, die Tausende Hindus in den kleinen Westerwaldort zogen.