Dillheim

Von Katzenfurt durch den Himberg (291m) getrennt, liegt Dillheim oberhalb des Dilltals. Südlich ist Dillheim mittlerweile mit Ehringshausen zusammengewachsen. Östlich von Dillheim geht das Dilltal in den Höhenzug der Hörre über.

Die evangelische Pfarrkirche Dillheim wurde 1864-66 an Stelle einer Vorgängerkirche aus dem 13. Jahrhundert errichtet. Der kleine mittelalterliche Turm wurde in die neue Kirche integriert. Der unter Denkmalschutz stehende neugotische Bau hat an seiner westlichen Fassade einen repräsentativen Haupteingang, der in Richtung des Dilltals ausgerichtet ist. Eine Besonderheit der Kirche ist die lebhafte Steinquadermalerei, die teilweise durch Blendbögen bereichert wird.

In der Dillheimer Kirche predigte einst Pfarrer Johannes Zaunschliffer aus Braunfels, der ab 1524 als Stellvertreter des Dillheimer Pfarrers Otto Graf zu Solms berufen wurde. Zaunschliffer hatte bei Luther in Wittenberg studiert und nahm 1529 an den berühmten Marburger Religionsgesprächen zwischen Luther und Zwingli teil.

Am Ortsausgang von Dillheim liegt das ehemalige Back- und Gemeindehaus. Der kleine kubische Bau liegt exponiert auf einer Straßeninsel und wird von seinem großen Walmdach dominiert. Im Hangkeller des Gebäudes ist noch der Backofen des Backhauses erhalten, im Obergeschoss liegt die ehemalige Bürgermeisterstube. Entstanden ist das dörfliche Allzweckhaus wohl um 1900.

Zeugnis der lokalen Verkehrgeschichte des 19. Jahrhunderts liefert die idyllisch gelegene Dillbrücke, die Dillheim mit Daubhausen verbindet. 1873 erbaut, führt sie in drei flachen Segmentbögen über den Fluss.

Regionaler Bezug:

Hessen Lahn-Dill-Kreis Lahn-Dill-Bergland Ehringshausen Oberhessen Hörre