Dasbach (Idstein)

Gut 2km südlich von Idstein – getrennt durch den Galgenberg (348m) – liegt das Dorf Dasbach direkt am Limes, dem ehemaligen Grenzverlauf zwischen Germanien und dem römischen Reich. Etwas östlich von Dasbach im Wald trennt sich der Verlauf des Limes in zwei unterschiedlich alte Züge. Einer dieser Limeszüge verläuft genau durch den Ort selbst, der zweite streift Dasbach am südlichen Ortsausgang.

Augenfälliges Zeugnis des römischen Limes ist der 2002 fertiggestellte Nachbau eines römischen Wachturmes in Richtung Niedernhausen. Der Dasbacher Römerturm wurde unter fachkundiger Leitung des Saalburgmuseums fast ausschließlich ehrenamtlich errichtet. Der Römerturm ist rund 13m hoch und steht auf einer Grundfläche von 28qm. Die drei Stockwerke sind über Treppen begehbar.

Die unter Denkmalschutz stehende Gesamtanlage von Dasbach umfasst den Siedlungskern an der leicht gewundenen Kirchstraße mit der frühen Ortserweiterung an der Struth. Im Umkreis der seit dem Mittelalter nachgewiesenen Kirche sind größere Hofreiten des 18. Jahrhundert locker gruppiert, ohne einen ganz geschlossenen Straßenraum zu bilden. Die teilweise stattlichen Scheunen bestimmen das Ortsbild wesentlich, Kirche und Backhaus fügen sich reizvoll ein. An der Landstraße nach Idstein finden sich jüngere Hoftypen. Der Übergang zu den umgebenden Wiesen und Obstgärten ist nahezu ungestört.

Die im Ortskern gelegene evangelische Kapelle ist ein kleiner verputzter Saalbau mit Dachreiter und wurde 1613 errichtet. Teile der Ausstattung wurden aus der 1668 abgebrochenen Kirche des schon früher ausgegangenen Nachbardorfes Wolfsbach übernommen. In direkter Nachbarschaft zur kleinen Kapelle steht das Backhaus von Dasbach.