Burgwaldpfad Etappe 3 Münchhausen - Frankenberg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 59 Min.
Höhenmeter ca. ↑346m  ↓313m
Der Burgwaldpfad führt auf der Schlussetappe durchs Edertal nach Frankenberg

In Müchhausen startet der Burgwaldpfad zur dritten und letzten Etappe auf dem Weg von Marburg durch den Burgwald nach Frankenberg. Schon kurz hinter Münchhausen wechselt der Burgwaldpfad vom Landkreis Marburg-Biedenkopf in den Kreis Waldeck-Frankenberg und erreicht damit das Ederbergland.

Am Würzeberg (383m) vorbei quert der Burgwaldpfad die junge Wetschaft und erreicht Ernsthausen. Der Ort wird im Umland Brüchhinkel genannt, was im örtlichen Platt soviel wie Sumpfküken heißt. Der Name rührt von dem Umstand, dass die Ernsthausener ihre Hühner in den feuchten Gründen von Wetschaft und dem ihr hier zufließenden Senkelbach weiden ließen.

Der Burgwaldpfad folgt von Ernsthausen aus dem Senkelbach und kommt zur Nikolausmühle, die 1712 erbaut wurde. Das Wasser für den Betrieb der Mühle stammte aus dem nahegelegenen Christborn, der auch Nikolausquelle genannt wird. Er zählt zu den stärksten Quellen im Burgwald. Rund neunzig Kubikmeter Wasser laufen täglich aus den vier Buntsandsteinspalten.

Am Hugenottendorf Wiesenfeld vorbei leitet der Burgwaldpfad hinab ins Tal der Eder. Dabei passiert er die Ederstedefelsen aus Buntsandstein, die sich über viele Kilometer entlang des südlichen Talhangs der Eder ziehen. Besonders markant sind die Felsen an der Klingelstede nahe des Ederufers in der Gemarkung Birkenbringhausen.

Der Burgwaldpfad folgt der Eder flussabwärts nach Frankenberg. 1234 ließ Konrad von Thüringen hier mitten im Feindesland Burg und Stadt anlegen. Das neue Städtchen Frankenberg prosperierte schnell und schon bald konnten die Bürger die heutige Liebfrauenkirche errichten, die sich stark am gotischen Vorbild der Marburger Elisabethkirche orientiert.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Frankenberg ist aber nicht die Kirche, sondern das zentürmige Rathaus, das 1509-13 errichtet wurde und heute gemeinhin zu den schönsten Fachwerkhäusern Deutschlands gezählt wird und auch schon auf einer Briefmarke verewigt wurde. Die zehn Türme des Rathauses haben übrigens einen tieferen Sinn: Sie repräsentieren die zehn Zünfte, die in Frankenberg für Arbeit und Wohlstand sorgten.

Burgwaldpfad Etappen


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