Bonbaden

Das im Solmsbachtal gelegene Bonbaden gehört zu den ältesten Ortsschaften im Altkreis Wetzlar und wurde erstmals 722 im Lorscher Kodex erwähnt. Doch die erste Besiedlungen der Region datiert weit früher: 1967 wurden Terrassen freigelegt, die schon von den Kelten in der La-Téne-Zeit (5.–1. Jahrhundert v. Chr.) beackert wurden. Diese Terassen sind natürlich heute auch noch in einigen Waldstücken wie dem Wehrholz oder den Eichelgärten rund um Bonbaden zu sehen.

In späteren Jahren war der Übergang des Solmsbachs in Bonbaden eine wichtige Furt der Straße, die Wetzlar mit Weilburg verband. Im 17. Jahrhundert wurde zunächst ein Holz-, später dann eine Steinbrücke über den Solmsbach gebaut, der in Bonbaden durch den Hainbach verstärkt wird, der im Schöffengrund bei Laufendorf entspringt.

Sehenswert ist die alte evangelische Kirche in Bonbaden, deren genaue Entstehung nicht mehr nachvollzogen werden kann. Als man 1986 die Bonbadener Kirche umfangreich renovierte, stieß man auf spätromanische Malereien, die Experten auf das Ende des 12. Jahrhunderts schätzen. Vermutlich wurde die malerische Dorfkirche als Wehrkirche errichtet. Im Inneren befinden sich einige wunderschöne Fresken, eine barocke Kanzel, sowie eine Orgel, die Ende des 19. Jahrhundert gebaut wurde.

Der historische Ortskern von Bonbaden steht aufgrund seiner schönen Fachwerkbauten als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. Rund zwanzig Häuser hatten den Brand 1846 überstanden und glänzen heute in der Pracht vergangener Jahr. Das älteste Fachwerkhaus in Bonbaden stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Bauweise wurde durch das Hüttenberger Land beeinflusst. So existieren in der Hauptstraße zwei typische Hüttenberger Tore.

Seit 1951 besteht in Bonbaden eine Freilichtbühne, die in einer Grubenhalde eingerichtet wurde. Hier spielen die Mitglieder des Trägervereins jährlich ihr Sommerprogramm. Mittlerweile ist die Freilichtbühne Bonbaden weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt.