Blies-Grenzweg


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 14 Min.
Höhenmeter ca. ↑559m  ↓559m
Blies-Grenz-Weg

Die Blies ist ein Zufluss der Saar. Auf ihren letzten 16km bildet sie die natürliche Grenze zwischen Deutschland und Frankreich, bevor diesen „Job“ die Saar ab der Mündung der Blies bei Rilchingen-Hanweiler übernimmt.

Der Blies-Grenzweg führt eben in diesen Unterlauf des Bliestals und erkundet damit Teile des Biosphärenreservats Bliesgau (nicht zu verwechseln mit dem Wandergebiet Bliesgau, das deutlich kleiner zugeschnitten ist). Wir beginnen unsere Wanderung auf dem Blies-Grenzweg in Sitterswald, genauer am Parkplatz an der Sporthalle auf Höhe der Nauwieserstraße.

Es geht direkt hinein in den Wald und zielgerichtet ins Bliestal, das wir auf Höhe der Fußgängerbrücke über die Blies erreichen. Hier kann man trockenen Fußes nach Frankreich spazieren und sich die sehenswerte Bliesmühle (Moulin de la Blies) mit einem kleinen Museum für Fayencerie (Keramik) anschauen.

Wir folgen nun ein Stück dem Bliestal aufwärts und machen dann noch einmal einen Abstecher in den Wald, um den Mühlenwaldweiher zu erreichen, ein malerisch gelegenes Naherholungsgebiet.

Jetzt geht es wieder ins Bliestal und wir wandern flussaufwärts bis zur Wohnlage Bliesgersweiler Mühle (der Ort Bliesgersweiler heißt heute Blies-Guersviller und liegt am anderen Ufer in Frankreich).

Es geht weiter bergauf durch den Wald. Wir wandern über eine Hochebene auf Kleinblittersdorf zu, haben an einem Aussichtspunkt einen weiten Blick in die Vogesen und kommen über die Rexroth-Höhe schließlich in den Rexroth-Park.

Dann geht es südwärts und wir erreichen die Tiefenbachklamm und die Teufelskanzel. Später sind wir wieder auf einer freien Ebene unterwegs und erreichen den Aussichtspunkt Bliesgaublick, bevor es durch den Wald zurück nach Sitterswald geht.

Sitterswald ist ein junger Ort. Der Wald gehörte vorher zu Rilchingen-Hanweiler. 1935 erfolgte dann der Bau der neuen Siedlung. Die Nazis hatten die Idee, man wollte sich wohl revanchieren für die Abstimmung beim Saarentscheid, der die Wiederangliederung des Saargebiets ans Deutsche Reich ermöglichte. Nicht umsonst setzte man die Siedlung an die Grenze zu Frankreich. Man wollte, dass Sitterswald von Saargemünd her gesehen wird. Ziel war es zu zeigen, was das Deutsche Reich für sein Volk tut.

Bildnachweis: Von Fjrei B. Reichert [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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