Südlich von dem saarländischen Saarbrücken liegt auf der französischen Seite die Stadt Saargemünd (französisch: Sarreguemines) in der Region Grand Est im Département Moselle. Die Blies mündet hier in die Saar. Über den Saarkanal ist diese mit dem Rhein-Marne-Kanal (Canal de la Marne au Rhin) verbunden. Wir treffen La Sarre, den Stadtkern von Sarreguemines, und wandern einen Bogen im Buchholzwald. Saargemünd ist bekannt für seine Keramikproduktion.
Start der Runde ist gleich beim Rathaus, nahe der Saar. Beim Rathaus findet sich auch das Museum „Fayencemuseum von Saargemünd mit Wintergarten“. Fayence steht für eine besondere Art der „Tonkeramik“.
Nun geht’s aber erstmal ans Saarufer, in die Runde mit dem Uhrzeigersinn. Nach rund 800m verlassen wir das Ufer und biegen zwischen den Häusern nach rechts und an der D33 nach links. Die Straße wird vor dem Kreisel mit dem Krug gequert. Rechts haltend folgen wir der D662, kommen über die Gleise und biegen schließlich nach links in den Friedhofsweg ein. Ansteigend wandern wir weiter am Friedhofsrand entlang in den Wald, den Forêt domaniale de Sarreguemine, bzw. den Buchholzwald, der überwiegend aus Laubmischwald besteht.
Wir folgen dem GPS und einem der Wanderwege durch den Buchholzwald, der zur Naherholung einlädt. Dabei treffen wir auf den Brunnen „Source du Commandant“. Die Quelle des Kommandanten hat ihre Geschichte in der Zeit von Pest und dem 30-jährigen Krieg, als das Wasser verseucht war und der Kommandant der Örtlichkeit von der Quelle berichtete. Wir wandern den Weg Tranchée du Moulin, kommen an einer Wanderrast mit Schutzhütte vorbei und biegen nach rund 5,3km nach rechts ab. Etwa kurz vor der Überquerung der Route de Nancy erreichen wir den höchsten Punkt der Runde.
Durch den Stadtteil Blauberg gelangen wir in den kleinen Parc Municipal, der hübsch angelegt ist, mit Teich und Fontaine sowie einer großen Baumvielfalt. Wir schlagen ein paar Haken, kommen nochmal über die Gleise und treffen die Église Saint-Nicolas im neoklassizistischen Stil, erbaut aus Vogesen-Sandstein im Jahr 1768, nach einem Entwurf eines Militärarchitekten Wir schlagen den Weg zur Touristeninfo ein, vorbei an einigen Läden, und gelangen zum Keramikmuseum Sarreguemines und dem Rathaus. Fast 200 Jahre war die Keramikproduktion das Zugpferd von Saargemünd Die Fabrik schloss 2007 ihre Pforten. Hinter dem langgestreckten Museum steht ein historischer Brennofen (ca. 1830) zu sehen und vom Parkplatz aus zugänglich.
Bildnachweis: Von Kraeger [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
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