Dieser unterhaltsame Rundwanderweg führt uns durch zwei Länder, Deutschland und Frankreich, entlang der Blies und er führt durch die Geschichte von Kelten, Galliern und Römern. Attraktiver Ausgangsort ist der Europäische Kulturpark Bliesbruck-Reinheim, der etliche sehenswerte Funde zeigt. Dazu wandern wir durch ländliche Orte, Wiesen, Felder und Wälder.
Start ist gleich hinter der deutschen Grenze im Beritt von Bliesbruck im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim, bei dem See Le Silèn und beim Römermuseum Bliesbruck. Von hier wandern wir über die Grenze nach Reinheim und zu weiteren Sehenswürdigkeiten. Da wären die Darstellung aus der Keltenzeit und die Reste einer Römervilla. Mit 7ha ist sie eine der größten ihrer Art und bringt einem die Lebensumgebung der gallo-römischen Oberschicht näher. Sie stammt aus der Zeit zwischen dem 1. und 4. Jahrhundert. Teile der Ausgrabungen werden zur Veranschaulichung rekonstruiert.
Nächstes Highlight ist das keltische Fürstinnengrab bei der rekonstruierten Grabhügelgruppe. Das Grab wird auf die Zeit um 370 vor Christus datiert. Es wurde durch Sand- und Kiesabbau in den 1950er Jahren entdeckt. Die Fürstin wurde für das Jenseits mit üppigen Beigaben ausgestattet. Wir kommen dann zum Archäologischen Museum und Informationszentrum des Europäischen Kulturparks. Anschließend startet die Wandertour, indem wir der Robert-Schumann-Straße und unserem GPS folgen. Es geht über die Grenze nach Frankreich und nach Bliesbruck. Das wir später erneut treffen werden.
Wir streifen den Ort südlich und gelangen in die Landschaft mit Wald und Wiesen sowie bis auf rund 310m am Maywald. Wo es die Vegetation zulässt, hat man einen schönen Blick auf Bliesbruck. Durch die Feld- und Wiesenflur gelangen wir nach Blies-Ébersing und durch den ländlichen Ort zur Kirche Saint Hubert. Abwechslungsreich wandern wir durch Flur, Wald und wenig Bebauung nach Folpersviller. Im Dorf steht die Chapelle Sainte-Barbe, die man fast übersehen könnte. Weiter geht die interessante Runde auf dem Weg Willerheide nach Frauenberg. Dort können wir einen Besuch der Ruine Château de Frauenberg mit den Resten des Bergfrieds erwägen, die allerdings von einem Zaun abgeriegelt und nur von außen anzusehen ist. Die Burganlage wurde erstmals 1370 dokumentiert und da stand sie bereits.
Im Ort sehen wir zu unserer linken Seite die Église Saint-Jacques-le-Majeur und wandern über die rund 100km lange Blies, die in Saargemünd in die Saar münden wird, über die Europäische Freundschaftsbrücke über die Grenze nach Habkirchen (Gemeinde Mandelbachtal). Rechterhand sehen wir das Zollmuseum. Im Süden von Habkirchen steht die Kirche St. Martin aus dem 18. Jahrhundert, die erstmals 819 in Urkunden auftauchte. Wir umrunden die Kirche und wandern weiter im Bliestal und zum Teil im Naturschutzgebiet Südlicher Bliesgau/Auf der Lohe. Durch die Wiesen geht’s wieder nach Frankreich. Wenn wir eine Gedenkstätte mit Rast sehen, sind wir auf der französischen Seite. Etwas später, wir sind noch durch eine Siedlung gegangen und haben einen Friedhof gestreift, queren wir die Blies und sind in Bliesbruck. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum Ausgangsort.
Bildnachweis: Von Pradigue [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
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