Bischoffen

An der Einmündung des Siegbachs in die Aar liegt Bischoffen, Namensgeber der gleichnamigen Gemeinde, deren größte Touristenattraktion sicherlich der Aartalsee ist. Aber schon bevor es den See gab, spielte Wasser in Bischoffen eine große Rolle. Am Siegbach und an der Aar lagen fünf Mühlen auf gleicher Gemarkung – einmalig für Hessen.

Deshalb wurde Bischoffen – bevor es die Aartalseegemeinde wurde – auch gerne das Fünfmühlendorf genannt. Die fünf Mühlen sind als Gebäude alle noch existent, wenngleich keine mehr aktiv genutzt wird. Dongesmühle und Gellenbachmühle wurden von der Aar angetrieben, Pfeiffers Mühle, Grünewaldsmühle und Weissbindersmühle nutzten die Kraft des Siegbachs.

Die alte Kirche in Bischoffen ist eine kleine romanische Anlage mit Wehrturm und flachgedecktem Schiff. Der Wehrturm der alten Kirche stammt aus der Zeit um 1350, als die Handelsstraße von Köln nach Leipzig entstand und von Herborn kommend Bischoffen und Niederweidbach ansteuert. Die Kanzel der evangelischen Kirche stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts.

Seit 2007 wird in der alten Kirche die Kultur-Kirche-Bischoffen (KKB) betrieben, ein Ort, in dem Kunst und Kirche zusammen finden sollen. Mit Unterstützung des Förderkreis Alte Kirche hat der Künstler und Bildhauer Jörg Gerhard die Kultur-Kirche zu einem spannenden Veranstaltungsort gemacht, der weit über Bischoffen hinaus geschätzt wird.