Birk (Lohmar)

Östlich von Lohmar, auf der Wasserscheide zwischen Wahnbach und Agger, liegt der Ortsteil Birk. Von hier – dem höchsten Punkt zwischen Wahnbachtalsperre und Lohmar – bietet sich ein schöner Blick ins westliche Sieg-Bergland. Einen noch besseren Blick hätte man nur noch vom weithin sichtbaren Fernmeldeturm Lohmar-Birk, der mit 134m Höhe eine weithin sichtbare Landmarke ist. Der aber ist exklusiv reserviert für die Rundfunktechniker.

Aber auch ohne Turm kann man die schönen Aussichten genießen. Dafür wurde extra der Aussichtsweg am Sportplatz Birk angelegt. Bei klarer Sicht sind von hier aus das Siebengebirge und die Eifel, die Städte Bonn, Köln und Leverkusen und mitunter sogar der Sendemast in Stolberg bei Aachen zu erkennen.

Birk wurde anno 1310 erstmals urkundlich erwähnt, allerdings muss es hier schon lange vorher eine Siedlung gegeben haben: Der bis heute erhaltene frühgotische Chor der ehemaligen Kapelle von Birk und jetzigen Kirche St. Mariä Geburt wird auf das 12. Jahrhundert geschätzt. Die Kirche mit ihrem romanischen Mittelschiff wurde um 1800 umfassend saniert, dabei wurden Chor und Seitenschiffe im neugotischen Stil verändert und zwei Altäre aus dem gerade geschlossenen Kloster Heisterbach eingebaut. Sehenswert sind das Marienfresko und ein Vesperbild aus dem 15. Jahrhundert, zwei Skulpturen aus dem 18. Jahrhundert, und das neugotische Taufbecken sowie das sogenannte Pfingstfenster aus dem 19. Jahrhundert.

Westlich von Birk liegt der Lohmarer Stadtteil Algert. Hier steht das denkmalgeschützte Arma-Christi-Kreuz, ein ehemaliges Wegekreuz, das zwischen 1790 und 1800 errichtet wurde. Mit Arma Christi, Waffen des Herrn, bezeichnet man die Leidenssymbole Jesu. Auf päpstliche Anordnung entstanden ab dem 8. Jahrhundert in der Region eine Reihe solcher Kreuze. Die Verzierungen auf dem Kreuz zeigen Symbole und Geschehnisse aus der Bibel, wie den Sündenfall, den Geldbeutel des Judas, das Schwert des Petrus und das Salbgefäß der Magdalena.