Berghausen (Einrich)

Die kleine Ortsgemeinde Berghausen bei Katzenelnbogen liegt am östlichen Rand des Einrich zwischen dem Wolfskopf (402m) im Südosten und dem Sandkopf (401m) im Nordwesten. Das Ferrutius-Stift in Bleidenstadt war bis zur Zeit der Säkularisation größter Grundherr in Berghausen. Daher hat das Dorf seinen Bezug zum heiligen Ferrutius, dessen Symbole - Lanze und Schwert – noch heute Teil des Ortswappens sind. Der heilige Ferrutius, Soldat in der römischen Armee, trat zum Christentum über und wurde von Kaiser Diokletian verfolgt. Er starb den Märtyrertod.

Ein Großteil der Gemarkung von Berghausen wird vom Gemeindewald eingenommen, der zu Drei Vierteln aus Laubbäumen – vor allem Buchen und Eichen – besteht. Mitten im Berghausener Wald wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube ein Feuchtbiotop angelegt, in dem geschützte Amphibien wie der Laubfrosch leben. Der Wald am Sandkopf sowie der Wald um die Mattenbachquelle ist als sogenannter Quellschutzwald ausgewiesen und dient als natürlicher Wasserfilter. Der Quelle des „Mattebach“ wurde in früheren Zeiten heilende Wirkung bei Augenleiden zugeschrieben.

An der Straße nach Katzenelnbogen liegt der Taunussprudel, der 1912 von Karl und Erich Schmidt gegründet worden war. Dort wurde bis zur Mitte der 1980er Jahre Berghauser Mineralwasser abgefüllt. Die Anlage wurde zwischenzeitlich stillgelegt.

Wer von Berghausen in Richtung Bonscheuer und Mudershausen fährt, entdeckt auf der linken Straßenseite 17 Erhebungen – keltische Hügelgräber. Die Kelten begruben ihre Toten samt Beigaben unter meterhohen Erdhügeln. Das Alter des Hügelgräberfeldes bei Berghausen wird auf ca. 800 v. Chr. geschätzt.

Wer durch Berghausen wandert, sollte sich südwestlich des Ortes die alte Straßenbrücke über den Dörsbach anschauen. Die zweibogige Brücke wurde 1840 aus Bruch- und Backstein errichtet. Sie liegt dicht neben der neuen Trasse.