Bell (bei Mendig)

Seehotel Maria LaachSeehotel Maria Laach

Bell liegt im Übergang der Vordereifel in die Ebene der Pellenz mit dem Laacher See. Von Westen wird Bell durch Berge flankiert, zu denen der Gänsehals (575m) und der Hochstein (563m) zählen. Am Hochstein, der sich bereits in der Gemarkung von Mendig erhebt, befindet sich die Genovevahöhle, jene Höhle aus der Genoveva-Sage sein, wo Genoveva von Brabant sechs Jahre lang ihr Kind erzog, um schlussendlich von ihrem Mann, dem Pfalzgrafen, gerettet zu werden.

Der Gänsehals liegt gute zwei Kilometer nordwestlich von Bell und wird vom Gänsehalsturm gekrönt. Der Gänsehalsturm ist kein klassischer Aussichtsturm, sondern zuallererst ein Richtfunkturm, was auch seine Höhe von 74m erklärt. Der 1976-77 erbaute Gänsehalsturm besitzt auf 24m Höhe eine frei zugängige Aussichtsplattform, die einen hervorragenden Panoramablick über die Eifel und weit hinein in den benachbarten Westerwald mit dem Siebengebirge bietet. Übrigens: Es gibt noch einen zweiten, älteren Gänsehalsturm. Der ist aber Privatbesitz und kann nicht betreten werden.

Einer der beliebten Traumpfade Rhein-Mosel-Eifel verläuft in den Bergen westlich von Bell. Der Traumpfad Vier-Berge-Tour (13km) führt durchs Kellbachtal u.a. zum Gänsehals, zum Schmitzkopf (570m), zum Sulzbusch und zur Genovevahöhle am Hochstein. Viele schöne Aussichtspunkte, die markanten Tuffsteinwände des Felsengebiets Rauhbuur und die vulkanischen Felsschluchten der Marxe-Lay belohnen den Wanderer für die zurückgelegten Höhenmeter.

Im Ortskern von Bell finden sich viele alte Bauten aus dem 19. und beginnenden 20. Jahrhundert, die zum Teil unverputzt sind, so dass das Mauerwerk aus Lava- und Tuffstein zu sehen ist. Besonders markant ist der Burg Bell genannte Gutshof, der nach zahlreichen Um- und Erweiterungsbauten zwischenzeitlich der Gemeindeverwaltung diente, bis die Hofanlage 1976 an privat verkauft wurde. Das Hauptgebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde später klassizistisch überformt.

Sehenswert ist auch die Alte Schule, die 1825-26 von Johann Claudius von Lassaulx als Tuffquaderbau mit Walmdach erbaut wurde. Die kleine katholische St. Florin Kirche entstand 1913-15 aus Bruchstein.