Beienbach

Etwas abseits der Straße zwischen Netphen und Deuz liegt das kleine Örtchen Beienbach im Tal des Katzenbaches. Nordöstlich erhebt sich der Nollenkopf (476m) und trennt das Tal von der Obernautalsperre.

Das Dorf hat sich seinen ganz eigenen Charakter bewahrt, wohl nicht zuletzt durch seine etwas versteckte Lage abseits der Haupt-Durchgangsstraße. Viele alte Fachwerkhäuser prägen das Ortsbild, das durch die wenigen Neubauten am Hang nicht beeinträchtigt wird. Im Landeswettbewerb Unser Dorf hat Zukunft errang Beienbach 2009 sogar eine Silbermedaille.

Gleich am Ortseingang begrüßt den Wanderer die Alte Schule, die heute als Dorfgemeinschaftshaus dient. Im Zentrum befinden sich weitere historische Schätze: Backhaus, Dreschschuppen, Mühle und Gefrierhaus werden von der Dorfgemeinschaft liebevoll gepflegt. Während es ein Backhaus, oder Backes, wie es hierzulande heißt, noch in vielen Dörfern des Siegerlands gibt, ist ein Gefrierhaus doch eine kleine Besonderheit. Eine 20-köpfige Gefriergemeinschaft nutzt das Kühlhaus auch heute noch, um Lebensmittel-Vorräte einzufrieren, und erhält zugleich das Haus als Industriedenkmal.

Auch als Ausgangspunkt für Wanderungen ist Beienbach geeignet. Nach Norden hin ist es nur ein kurzer Weg zur Obernautalsperre. Im Norden und Nordosten laden bewaldete Hügel und Bachtäler den Naturfreund ein, und in Richtung Siegtal gibt es noch eine Besonderheit zu entdecken: Das Naturschutzgebiet Auenwald. Im bergigen Siegerland war Bauland schon immer begehrt, und flaches Gelände für die Landwirtschaft nicht minder. Daher wurden die ursprünglichen Auwälder vielerorts rigoros abgeholzt und die Bäche in ihrem Lauf begradigt, wenn nicht gleich ganz überbaut. Im Naturschutzgebiet Auenwald ist die Artenvielfalt dieses Lebensraums bis heute lebendig geblieben.