Grissenbacher Rundwanderweg (rechts der Sieg)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 4 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 13 Min.
Höhenmeter ca. ↑173m  ↓173m
Grissenbacher Rundweg rechts der Sieg (G1)

Grissenbach ist ein Stadtteil von Netphen im Johannland genannten Teil des Siegerlands. Johannland heißt der Landstrich bis heute, weil hier, wegen Johann VIII. von Nassau-Siegen, der Großteil der Bevölkerung katholisch ist – ungewöhnlich im ansonsten durchweg protestantischen Siegerland.

Die Ortslage von Grissenbach befindet sich im Naturpark Sauerland-Rothaargebirge. Rund 70% der Gemarkungsfläche sind Wald, der häufig nachhaltig in Form der Haubergwirtschaft genutzt wird. Durch Grissenbach fließt die Sieg, die im Ortsgebiet mehrere kleine Wasserfälle passiert. Das Klima ist hier an den Vorhöhen des Rothaarkamms rauer als in anderen Landesteilen. Aber es gibt trotzdem knapp 1.500 Stunden Sonnenschein im Jahr - gar nicht schlecht.

Direkt im Siegtal starten wir auch zu unserer kleinen Rundwanderung, die vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) mit der Kennung G1 markiert ist. Entlang des Weges gibt es viele Ruhebänke, so dass man auch einfach einen gemütlichen Spaziergang mit vielen Pausen machen kann.

Von der katholischen St. Elisabeth Kapelle an der Sieg folgen wir dem kleinen Grissenbachtal in nördliche Richtung. Am Ende der Ortsbebauung geht es hinein in den Wald und wir queren den Grissenbach. Der Grissenbach entspringt im Südwesten des Rothaargebirges. Der Grissenbach ist nur knapp 3 Kilometer lang. Er fließt vorbei am Backes West nach Grissenbach herein und mündet auf Höhe der katholischen Kapelle.

Dann wandern wir über weitläufige Serpentinen wieder hinaus aus dem Wald und genießen oberhalb der Ortslage die schöne Sicht ins Siegtal. Dann treffen wir wieder auf asphaltierten Grund und gehen durch die Straße Grabenbäume wieder an den Grissenbach.

Für den interessierten Wanderer ein kleiner Hinweis: Die Fachwerkbauten in Grissenbach orientieren sich am sogenannten Siegerländer Sparfachwerk. An der Siegtalstraße finden sich zwei gut erkennbare Beispiele. Beim Sparfachwerk waren nur diejenigen Hölzer beim Hausbau erlaubt, die die Konstruktion tragen, Zierfachwerk jedoch war verboten. Also trotz katholischem Glauben herrschte im Johannland protestantische Sparsamkeit.

Bildnachweis: Von Dampftrain [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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