Bad Hönningen

An der Andernacher Pforte endet das Neuwieder Becken und es beginnt das untere Mittelrheintal, das sich von Leutesdorf bis nach Bonn-Beuel zieht. Im südlichsten Abschnitt des unteren Mittelrheins liegt auf der Westerwaldseite – rechtsrheinisch – die Stadt Bad Hönningen, Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde.

Bad Hönningen und insbesondere die vorgelagerten Orte Leutesdorf und Hammerstein sind die letzten großen Weinlagen am Mittelrhein. Der Hönninger Schlossberg ist mit 9ha sogar der größte zusammenhängende Weinberg am Mittelrhein.

Hinter den Weinbergen ziehen sich ausgedehnte Wälder. Allein der Hönninger Stadtwald bietet ein Wanderwegenetz von 60km Distanz. Südlich schließt sich direkt der Rheinbrohler Wald und der Forst Wied an. Zahlreiche kleine Bäche durchlaufen diese waldreiche Gegend.

Bei Bad Hönningen startete der Obergermanisch-Raetische Limes, der seit 2005 als Welterbe von der UNESCO geschützt ist und nach der Chinesischen Mauer das zweitgrößte Bodendenkmal der Welt ist. Von Rheinbrohl aus verlief er über 550km bis nach Neustadt an der Donau. Der Limes-Wanderweg folgt dem Grenzverlauf auf den ersten 100km bis über die Lahn hinein in den Taunus.

Bad Hönningen ist ein Wanderwegekreuz für zwei große Fernwege: Den Westerwaldsteig, der von Bad Hönningen in Richtung Osten durch den Westerwald nach Herborn ins Dilltal führt, und den Rheinsteig, der als Nord-Süd-Achse Bonn mit Wiesbaden verbindet.