Aufstieg zum Großen Rachel vom Wanderparkplatz Flanitzebene


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑709m  ↓709m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Wanderung zum Großen Rachel wird uns durch die herrliche Landschaft im Nationalpark Bayerischer Wald bis auf rund 1.440m bringen. Der Große Rachel, sein Kumpel Kleiner Rachel liegt 900m nordwestlich davon, gemeinsam sind sie der Rachel – noch gewaltiger klingt die zweithöchste Erhebung im Bayerischen Wald auf Tschechisch: Roklan.

Für freuen uns auf ein stetiges Bergauf zum Großen Rachel, den wir nach 5,7km erreicht haben werden. Start ist die Flanitzebene bei Klingenbrunn Bahnhof. Klingenbrunn ist ein Ortsteil der Gemeinde Spiegelau. Klingenbrunn Bahnhof liegt etwa 4km entfernt davon und das Empfangsgebäude (heute privat) am Bahnhof ist ein Baudenkmal aus der Zeit um 1885, sehr hübsch mit Bruchstein und teils Holzverkleidung.

Vom Wanderparkplatz Flanitzebene gehen wir in nordöstliche Richtung durch den Wald und auf den Klingenbrunner Rachelsteig. Im Tal fließt die Flanitz und wir haben unterwegs einige Aussichtspunkte wie zum Beispiel bei der Zisterne mit dem Seeblick. Von der Lichtung geht es zum Großen Rachel hinauf, dessen Gipfel 1.452m misst und obenauf ein Gipfelkreuz in den Himmel reckt. Hier gibt es auch eine Bergwachthütte.

Wenn wir wieder absteigend unterwegs sind, kommen wir auf den Kapellensteig und es bietet sich ein Abstecher zur Rachelkapelle an, den man unbedingt machen sollte. Die Rachelkapelle steht auf einem Felsvorsprung oberhalb des Rachelsees. Die erste Holzkapelle stand bereits 1885 an diesem Flecken mit dem herrlichen Blick. Die jetzige vierte Kapelle ist das Ergebnis eines originalgetreuen Holzbaus aus dem Jahr 2000.

Der Kapellensteig führt uns weiter und am Rachelsee vorbei, in dessen Nähe es auch eine Schutzhütte gibt. Der Rachelsee ist ein einer von drei Karseen in Bayerischen Wald. Da hier Naturschutz besteht, ist der See durch urwaldartigen Bewuchs umgeben.

Wir treffen bei dem weiteren Weg hinab auf den Seebach und die Lichtung Roßstall. Nach etwa 12,8km kommen wir auf den Wanderparkplatz G’fäll sowie auf die Schwarzachstraße, auf der wir ein Stück die Schwarzach zum Seelensteig begleiten.

Der Seelensteig ist ein Erlebniswanderweg durch einen wilden Bergmischwald, der nur seinen Regeln folgt. Die Holzstege auf dem 1,3km langen Rundweg wurden um die umgestürzten Bäume und die Vegetation herum gelegt. Untertitel zum Seelensteig ist: Zukunftsfenster in die natürliche Waldentwicklung. Wenn wir dort in die Zukunft schauen wollen, sollten wir den Abstecher machen – wenn nicht gerade Winter ist. Wir folgen weiter Sträßchen und Schwarzach bis wir in die Lindaustraßl abbiegen, die uns an die Bahnstrecke bringt und im Nu sind wir am Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Willow [GFDL] via Wikimedia Commons

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