Antweiler (Mechernich)

Nordöstlich im Mechernicher Eifelvorland liegt Antweiler mit seinen rund 780 Einwohnern. Durch die Gemarkung verläuft der Römerkanal-Wanderweg mit einem Aufschluss der Römischen Wasserleitung, die aus der Eifel bis nach Köln führt.

Antweiler ist der Kernort der sogenannten Antweiler Senke, mit ihren reichhaltigen Ton- und Kaolinvorkommen. Südöstlich der Ortsbebauung findet sich die Naturschutzstation „Grube Toni“, die bereits zum Bad Münstereifeler Gebiet gehört. Hier sind seltene Tier- und Pflanzenarten wie Uferschwalbe und Neuntöter sowie zahlreiche Orchideen zu Hause. Ebenfalls benachbart ist das Kalkarer Moor.

Links und rechts des Krebsbachs lagen die Untere Burg und die Obere Burg. Beide Burgen waren Wasserburgen aus der Zeit um 1600. An die Obere Burg Antweiler erinnert nur noch der runde Turm der Vorburg. Zwei Wappenkamine aus der Burg finden sich im Museum in Zülpich.

In Antweiler zu sehen sind Reste der Unteren Burg Antweiler, die in ihren Grundmauern noch mittelalterliche Spuren aufweist. Die Sandsteinblöcke stammen aus einer Wehrmauer des 14. Jahrhunderts. Beide Burgen waren einst vom Wasser des Krebsbaches umgeben. Das Bächlein erwies sich jedoch als wenig zuverlässig, so dass die Gräben verlandeten. Die Untere Burg gehört heute den Freiherrn von Raitz von Frentz. Die Außenmauer der Wasserburg steht auf den Wehrmauern und im Inneren wurde 1728 ein Haus angebaut. Das jetzige Wohnhaus war ein Torflügel aus dem frühen 16. Jahrhundert, das an einen Eckturm angebaut war.

Die katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist in Antweiler stammt aus dem Jahr 1852. Die Kirchengeschichte von Antweiler reicht gut und gerne tausend Jahre zurück. Urkundlich wird eine Kirche in Antweiler bereits 1019 belegt und seit 1289 ist der Kirchenpatron Johannes der Täufer. Auffallend am Kirchenbau ist der weiß verputzte Turm mit dem Saalbau aus offenen Steinen. Der Glockenturm soll ein römischer Wachturm gewesen sein. Der Saal kam 1852 an den Turm und 1925 wurden die beiden Flankierungstürme angebaut. Das Querschiff kam 1964 hinzu.