Anhausen

Tourist-InformationTourist-Information

Anhausen markiert den südlichen Rand des Rengsdorfer Lands und liegt etwa 4km östlich von Rengsdorf. Durch den südlich liegenden Heimbacher Wald verläuft der römische Grenzwall Limes.

Hier am Limes bei Anhausen betrieben die Römer bis 260 n.Chr. ein Kleinkastell, das von einer Wehrmauer mit den Seitenlängen von 43,20 mal 39,30 Meter eine Fläche von rund 0,17 Hektar einkreiste. Das Kleinkastell Anhausen wurde im ersten Jahrhundert angelegt. Es befand sich auf der Höhe zwischen dem Gladbacher und dem Heimbacher Wald. Der Limes kommt von Niederbieber und führt weiter zum Kleinkastell Fehrbach. Die Grenze schlug hier um das Neuwieder Becken einen Bogen, des höchsten Punkt am Kleinkastell Anhausen erreicht war.

Nach dem Rückzug der Römer besiedelten wahrscheinlich ab dem 7. Jahrhundert die Franken das Gebiet bei Anhausen, worauf fränkische Gräber in der Gemarkung Ochsenstück hinweisen. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgt jedoch erst 1204, als die Abtei Rommersdorf den Pfarrbezirk Anhausen übernahm. Auf Mitte des 13. Jahrhunderts datiert der Baubeginn der Kirche.

Bereits 1197 errichtete Bruno I., Graf von Isenburg, die Brunoburg, die später Burg Braunsberg genannt wird. Sie ist über Jahrhunderte eine der bevorzugten Wohnburgen der Grafen von Wied. Die Burgruine Braunsberg liegt auf einem Felssporn über dem Aubachtal am Südwestrand der Gemarkung Anhausen. Sie ist damit nur von einer Seite einfach erreichbar. Alle anderen drei Seiten sind durch recht steile Abhänge hinunter ins Aubachtal geschützt und daher nur schwer zugänglich.

Seit dem 17. Jahrhundert ist die Burg Braunsberg dem Verfall preisgegeben. Die Ruine gehört nach wie vor der wiedischen Fürstenfamilie und wird heute als Revierförsterei genutzt.